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Modulhandbuch ab WS 2017/18

Modul PF4320-KP05, PF4320

Klinische Grundlagen spezieller/erweiterter diagnostischer, therapeutischer, präventiver oder palliativer Aufgaben in der Pflege - Pädiatrie (HWVIId)

Dauer:


1 Semester
Angebotsturnus:


Jedes Sommersemester
Leistungspunkte:


5
Studiengang, Fachgebiet und Fachsemester:
  • Bachelor Pflege 2018 (Pflicht), Humanwissenschaftliche Grundlagen in GKKP, 8. Fachsemester
  • Bachelor Pflege 2017 (Pflicht), Humanwissenschaftliche Grundlagen in GKKP, 8. Fachsemester
  • Bachelor Pflege 2014 (Pflicht), Humanwissenschaftliche Grundlagen in GKKP, 8. Fachsemester
Lehrveranstaltungen:
  • PF4310-S: Klinische Pharmakologie für Pflegeberufe (Seminar, 1 SWS)
  • PF4320-S: Spezielle Versorgungssituationen in der Pädiatrie: Neonatologie (Seminar, 2 SWS)
Workload:
  • 105 Stunden Selbststudium und Aufgabenbearbeitung
  • 45 Stunden Präsenzstudium
Lehrinhalte:
  • Klinische Pharmakologie: Intendierte und unerwünschte Wirkungen, Wechselwirkungen, Inkompatibilitäten und geeignete bzw. ungeeignete Applikationsformen häufig eingesetzter Arzneimittel in der Behandlung von somatischen und psychischen Erkrankungen mit hoher exemplarischen Relevanz in der Versorgung von kritisch erkrankten Menschen oder Menschen mit onkologischen, geriatrischen bzw. pädiatrischen Erkrankungen
  • Klinische Pharmakologie: Besonderheiten in der pharmakologischen Therapie in Abhängigkeit von Geschlecht, Alter (Kinder und ältere Menschen) und bestimmten Lebensumständen (v.a. Schwangerschaft, Stillzeit) und gesundheitlichen Risikosituationen (z. B. Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz)
  • Klinische Pharmakologie: Grundlagen der Arzneimittelzulassung (auch im Unterschied zu Medizinprodukten) sowie der Erkennung, Vermeidung und Meldung unerwünschter Arzneimittelwirkungen
  • Klinische Pharmakologie: Häufige Fehler bei der Arzneimittelapplikation und Strategien zur Fehlervermeidung
  • Neonatologie: Ätiologie, Symptomatik, Diagnostik, Prävention und Behandlung sowie der Prognose von häufig vorkommenden Erkrankungen und Komplikationen in der Neonatologie bzw. der intensivmedizinischen Behandlung termingerecht geborener Säuglinge und Kleinkinder
  • Neonatologie: Pflegerelevante Beobachtungskriterien und Instrumente für die Überwachung des Gesundheitszustands von früh- bzw. neugeborenen Kindern in der Neonatologie bzw. Intensivmedizin, inkl. evidenzbasierter Empfehlungen
  • Neonatologie: Indikationen, Handlungsabläufe und potenzielle Komplikationen medizinischer oder therapeutischer Interventionen in der Neonatologie bzw. pädiatrischen Intensivmedizin, bei denen Pflegende üblicherweise mitwirken
  • Neonatologie: Bedürfnisse und psychosoziale Belastungen der betroffenen Eltern und Familien und Notwendigkeit der Einbindung der familiären Bezugspersonen
  • Neonatologie: Informations-, Anleitungs- und Beratungsbedarf der betroffenen Eltern (und je nach Alter/Fähigkeiten auch der Kinder)
  • Ethische Konfliktsituationen in der Neonatologie/pädiatrischen Intensivmedizin und Strategien zur Entscheidungsfindung
  • (Niedrigschwellige) Angebote zur v. a. längerfristigen psychosozialen Unterstützung, Begleitung und Rehabilitation der betroffenen Kinder und ihrer Familien (theoretische Modelle, empirische Erkenntnisse zu Akzeptanz und Effektivität sowie relevante Determinanten der Inanspruchnahme, Rolle der Pflegeberufe im Verhältnis mit/zu den anderen beteiligten Berufsgruppen)
  • Fallbezogene Wissensvertiefung und Anwendung in der Neonatologie: Evidenzbasierte Empfehlungen für pflegerelevante Interventionen (Diagnostik, Prävention, Behandlung; Einbindung der familiären Bezugspersonen) im Rahmen der neonatologischen bzw. pädiatrisch-intensivmedizinischen Versorgung.
  • 35-stündiges Hospitationspraktikum in der Neonatologie als Vorbereitung auf den zweiten Teil des Blockseminars (Näheres s. Bemerkungen und Praxiscurriculum)
Qualifikationsziele/Kompetenzen:
  • Wissensverbreiterung/-vertiefung: Die Studierenden kennen und verstehen die Wirkmechanismen, die intendierten und unerwünschten Wirkungen sowie Wechselwirkungen, Inkompatibilitäten und geeignete bzw. ungeeignete Applikationsformen häufig eingesetzter Arzneimittel in der Behandlung von somatischen und psychischen Erkrankungen mit hoher exemplarischen Relevanz in der Versorgung von kritisch erkrankten Menschen oder Menschen mit onkologischen, geriatrischen bzw. pädiatrischen Erkrankungen.
  • Wissensvertiefung: Sie sind sensibilisiert für Besonderheiten in der pharmakologischen Therapie in Abhängigkeit von Geschlecht, Alter (Kinder und ältere Menschen) und bestimmten Lebensumständen (v.a. Schwangerschaft, Stillzeit) und gesundheitlichen Risikosituationen (z. B. Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz).
  • Wissensverbreiterung: Sie kennen und verstehen die Unterschiede zwischen Arzneimitteln und Medizinprodukten und die Voraussetzungen für die Arzneimittelzulassung und haben Kenntnis von den Methoden der Überwachung und Meldung unerwünschter Wirkungen (inkl. Klassifikation).
  • Wissensverbreiterung/-vertiefung: Sie sind für mögliche Fehler in der Applikation von Arzneimitteln sensibilisiert und kennen verschiedene Strategien zur Fehlervermeidung.
  • Wissensverbreiterung/-vertiefung: Sie verfügen über ein theoretisch und empirisch fundiertes Wissen und Verstehen hinsichtlich der Ätiologie, Symptomatik, Diagnostik, Prävention und Behandlung sowie der Prognose von häufig vorkommenden Erkrankungen und Komplikationen in der Neonatologie bzw. der intensivmedizinischen Behandlung termingerecht geborener Säuglinge und Kleinkinder.
  • Wissensverbreiterung: Sie kennen und verstehen die Bedürfnisse und psychosozialen Belastungen der betroffenen Eltern und Familien und sind für die Notwendigkeit der Einbindung der familiären Bezugspersonen entsprechend deren Präferenzen und Ressourcen sensibilisiert.
  • Wissensverbreiterung/-vertiefung: Sie kennen und verstehen evidenzbasierte Empfehlungen für pflegerelevante Interventionen (Diagnostik, Prävention, Behandlung; Einbindung der familiären Bezugspersonen) im Rahmen der neonatologischen bzw. pädiatrisch-intensivmedizinischen Versorgung. Ebenso kennen und verstehen sie die Indikationen, Handlungsabläufe und potenziellen Komplikationen medizinischer oder therapeutischer Interventionen in der Neonatologie bzw. pädiatrischen Intensivmedizin, bei denen Pflegende mitwirken.
  • Wissensvertiefung: Sie verfügen über ein sicheres Wissen und Verstehen hinsichtlich verfügbarer (niedrigschwelliger) Angebote zur längerfristigen psychosozialen Unterstützung, Begleitung und Rehabiliation der betroffenen Kinder und ihrer Familien (theoretische Modelle, empirische Erkenntnisse zu Akzeptanz und Effektivität sowie relevante Determinanten der Inanspruchnahme, Rolle der Pflegeberufe).
  • Instrumentale und kommunikative Kompetenzen: Sie sind in der Lage, oben beschriebenes klinisches Wissen fallbezogen adäquat auf die evidenzbasierte Planung der pflegerischen Versorgung eines frühgeborenen Kindes in der Neonatologie oder eines intensivmedizinisch behandelten Neugeborenen oder Kleinkindes anzuwenden.
  • Instrumentale und kommunikative Kompetenzen: Sie sind in der Lage, die gesundheitlichen Veränderungen von neonatologisch bzw. intensivmedizinisch versorgten Kindern frühzeitig zu erkennen, angemessen zu beschreiben sowie rechtzeitig und aktiv relevante Beteiligte des multiprofessionellen Teams darüber zu informieren.
  • Instrumentale Kompetenzen: Sie können sicher und situationsgerecht an medizinischen oder therapeutischen Maßnahmen in der Neonatologie bzw. der pädiatrischen Intensivmedizin mitwirken.
  • Instrumentale und kommunikative Kompetenzen: Sie sind in der Lage, den Informations-, Anleitungs- und Beratungsbedarf der betroffenen Eltern (und je nach Alter/Fähigkeit auch der erkrankten Kinder) zu erkennen und je nach Bedarf pflegerische Informations-, Beratungs- und Anleitungsangebote nach den Prinzipien der evidenzbasierten Patienteninformation und gemeinsamen Entscheidungsfindung zu unterbreiten. Sie sind hierbei sensibel für etwaig bestehende ethische Konflikt- oder besondere psychische Belastungssituationen und sind imstande, notwendige weitere fachliche Unterstützung zu vermitteln.
  • Kommunikative Kompetenzen: Sie sind in der Lage, sich adäquat mit anderen an der Versorgung Beteiligten über fallbezogene klinische Fragen zu verständigen, und machen dabei schriftlich und mündlich korrekten Gebrauch von medizinischen bzw. professionsübergreifenden Fachtermini.
  • Systemische Kompetenzen: Sie können den notwendigen Bedarf an klinischen Informationen und/oder Fachinformationen für die pflegerische Einschätzung des Gesundheitszustands neonatologisch bzw. intensivmedizinisch versorgter Kinder erkennen und die notwendigen Informationen einholen.
  • Systemische Kompetenzen: Sie sind sich des Potenzials und der Grenzen ihrer klinischen Kompetenzen bewusst und beachten diese bei eigenen pflegerischen Entscheidungen und in eigenen Handlungen. Sie sind in der Lage, ihr Wissen und Verstehen sowie ihre Kompetenzen durch Reflexion eigener klinischer Erfahrungen, Recherche und kritische Bewertung externer fachwissenschaftlicher Evidenz sowie den angemessenen Austausch mit Fachkolleginnen und -kollegen der eigenen und anderer beteiligter Berufsgruppen verantwortungsbewusst weiterzuentwickeln.
Vergabe von Leistungspunkten und Benotung durch:
  • Klausur
Setzt voraus:
Modulverantwortlicher:
  • Prof. Dr. med. Egbert Herting
Lehrende:
  • Prof. Dr. med. Egbert Herting
  • Prof. Dr. med. Markus Schwaninger
  • MitarbeiterInnen der Sektion Medizin
Sprache:
  • Sowohl Deutsch- wie Englischkenntnisse nötig
Bemerkungen:

Die Vorlesung wird aus dem Lehrmodul PF4311-Klinische Grundlagen spezieller/erweiterter diagnostischer, therapeutischer, präventiver oder palliativer Aufgaben in der Pflege - Intermediate Care (HWVIIa)- übernommen.

Das Seminar wird in Blockform (2 Blöcke) angeboten. Bestandteil des dazugehörigen Selbststudiums ist ein von den Studierenden selbständig zu organisierendes Hospitationspraktikum (PGKKP 13, 35 h) in einer neonatologischen Station. Voraussetzung für die Anmeldung des Praktikums ist der Nachweis von Leistungszertifikaten im Umfang von 140 KP. Nähere Informationen zu den inhaltlichen und formalen Anforderungen an das Praktikum und relevante Formulare finden sich im mitgeltenden Praxiscurriculum.

Die praxisbezogene Studienleistung besteht aus einem Referat (Fallpräsentation 20 min + 10 min Diskussion) und ist Bestandteil der notwendigen aktiven Teilnahme an dem Seminar und damit Voraussetzung für die Zulassung zur studienbegleitenden Fachprüfung (s. Praxiscurriculum).

Die Prüfungsleistung (Klausur 90 min) gilt als erbracht, wenn sie mindestens mit ausreichend bewertet wurde.

Letzte Änderung:
17.7.2019