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Modulhandbuch

Modul GW4760-KP11

Werkstatt Forschung in den Therapieberufen (WFoTh)

Dauer:


2 Semester
Angebotsturnus:


Jedes Sommersemester
Leistungspunkte:


11
Studiengang, Fachgebiet und Fachsemester:
  • Master Gesundheits- und Versorgungswissenschaften 2019 (Wahlpflicht), Forschung Therapieberufe, 2. und 3. Fachsemester
Lehrveranstaltungen:
  • GW4763-S: Spezielle methodische Herausforderungen bei Therapiestudien (Seminar, 1 SWS)
  • GW4761-S: Bildgebende und elektrophysiologische Verfahren (Seminar, 1 SWS)
  • GW4750-Ü: Methodenlabor (Übung, 1 SWS)
  • GW4762-S: Entwicklung von Fragestellungen in den Therapieberufen (Seminar, 1 SWS)
  • GW4752-S: Fortgeschrittene Methoden der Wissenssynthese und Modellierung (Seminar, 1 SWS)
  • GW4751-S: Qualitative Forschung und Mixed-Methods (Seminar, 1 SWS)
Workload:
  • 240 Stunden Selbststudium und Aufgabenbearbeitung
  • 90 Stunden Präsenzstudium
Lehrinhalte:
  • Entwicklung von therapiewissenschaftlichen Fragestellungen, die z.B. auf das Verständnis pathophysiologischer Mechanismen, auf die Entwicklung von diagnostischen Instrumenten, auf Wirksamkeitsnachweise, und auf das Verständnis des professionellen Handelns abzielen
  • Systematische Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen komplexer Interventionen sowie nicht-interventioneller Studien (Beobachtungsstudien, diagnostische Genauigkeitsstudien)
  • Spezifische Analyse Methoden (Subgruppenanalysen, Meta-Regression, IPD-Analysen, Netzwerkmetaanalysen)
  • Modellierung von Studien (Interventionelle und nicht-interventionelle Designs)
  • Modellierung von Komponenten, Moderatoren und Endpunkten (Patient*innen-relevante Endpunkte, kombinierte und abhängige Endpunkte, unerwünschte Wirkungen und Schaden) sowie relevanter Implementierungsfaktoren
  • Vertiefung zu Datenanalyse, Theorieentwicklung und Ergebnisdarstellung in der qualitativen Forschung
  • Triangulation in der qualitativen Forschung
  • Spezifische Herausforderungen und Lösungsansätze für qualitative Studiendesigns (z.B. institutionelles Gatekeeping, theoretical sampling)
  • Hauptstrategien von Mixed Methods Studien (sequenzielle und parallele)
  • Bildgebende und elektrophysiologische Verfahren (z.B. FMRT, NIRS, EMG, EEG, tDCS, TMS etc.)
  • Spezifische Herausforderungen und Lösungsansätze für therapiewissenschaftliche quantitative Studiendesigns (z.B. Verblinden von Therapeut*innen, geeignete Kontrollintervention, Messinstrumente, geeignete Einschluss- und Ausschlusskriterien)
  • Spezifische Studiendesigns (z.B. Single Case Designs, Participative Action Research)
  • Ethische Aspekte in der Forschung mit vulnerablen Personengruppen
Qualifikationsziele/Kompetenzen:
  • Wissen und Verstehen: Die Studierenden vertiefen ihre Kenntnisse zu wichtigen Aspekten und unterschiedlichen Strategien der Wissenssynthese und Forschungsmodellierung.
  • Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen: Die Studierenden können unterschiedliche Verfahren der Wissenssynthese sowie der Modellierung von Forschungsvorhaben bzw. Studien angemessen anwenden.
  • Wissen und Verstehen: Die Studierenden vertiefen ihre Kenntnisse zu unterschiedlichen Strategien der qualitativen Datenanalyse.
  • Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen: Die Studierenden können unterschiedliche Verfahren der qualitativen Datenanalyse gegenstandsangemessen anwenden, erwerben Kompetenzen in der Entwicklung von empirisch basierten Theorien und sind in der Lage Ergebnisse qualitativer Analysen nachvollziehbar darzustellen.
  • Wissen und Verstehen: Die Studierenden kennen die zentralen Hauptstrategien für Mixed Methods Studien und können diese anhand von Studienbeispielen nachvollziehen und kritisch einschätzen.
  • Wissen und Verstehen: Die Studierenden kennen Möglichkeiten und Grenzen verschiedener bildgebender und elektrophysiologischer Verfahren.
  • Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen: Sie entwickeln Fragestellungen und wählen gezielt geeignete Forschungsverfahren zur Beantwortung spezifischer Fragestellungen aus den Therapiewissenschaften aus.
  • Wissen und Verstehen: Sie erkennen die spezifischen Herausforderungen in der Umsetzung von qualitativen und quantitativen Studiendesigns für Beantwortung therapiewissenschaftlichen Fragestellungen. Sie reflektieren die methodologischen Perspektiven der unterschiedlichen Forschungsansätze.
  • Kommunikation und Kooperation: Die Studierenden tauschen sich sach- und fachbezogen untereinander aus und reflektieren die Notwendigkeit der Vernetzung mit bedeutenden Stakeholdern (z.B. Wissenschaftlern, Gatekeepern, Patientenvertreter*innen) für die Beantwortung von Forschungsfragen.
  • Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität: Die Studierenden entwickeln ein professionelles Selbstverständnis ihrer Rolle innerhalb eines interprofessionellen Forschungsteams.
Vergabe von Leistungspunkten und Benotung durch:
  • Hausarbeit
Modulverantwortlicher:
  • Prof. Dr. Kerstin Lüdtke
Lehrende:
Literatur:
  • Flick U. (Hg.): The SAGE Handbook of Qualitative Data Analysis. London: SAGE, 2014.
  • Polgar S, Thomas SA: Introduction to Research in Health Sciences, Elsevier Health Sciences, 2000
  • Przyborski A, Wohlrab-Sahr M: Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch. 4. Aufl. München: Oldenburg Verlag, 2014.
  • Richards D & Rahm Hallberg I. (Hg.): Complex interventions in health: an overview of research methods. London & New York: Routledge, 2015.
  • Schäfer A, Schöttker-Königer T: Statistik und quantitative Methoden für Gesundheitsfachberufe. Springer, 2015.
Sprache:
  • Sowohl Deutsch- wie Englischkenntnisse nötig
Bemerkungen:

Prüfungsleistungen gelten als erbracht, wenn sie mit mindestens ausreichend bewertet wurden. Die Benotung erfolgt aus der Bewertung einer schriftlichen Hausarbeit. Zu Beginn des Semesters können Prüfungsvorleistungen festgelegt werden, die vor der Prüfungsleistung erbracht und positiv bewertet werden müssen. Dies können z. B. kurze Referate, Kurzpräsentationen, und das Erstellen von Diskussionspapieren sein.

Letzte Änderung:
22.9.2020