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Modulhandbuch

Modul GW4410-KP05

Lernprinzipien in der Rehabilitation (LeprReh)

Dauer:


1 Semester
Angebotsturnus:


Jedes Wintersemester
Leistungspunkte:


5
Studiengang, Fachgebiet und Fachsemester:
  • Master Gesundheits- und Versorgungswissenschaften 2019 (Wahlpflicht), Forschung Therapieberufe, 1. Fachsemester
Lehrveranstaltungen:
  • GW4410-S: (Wieder-)Lernen nach Hirnschädigung (Seminar, 2 SWS)
  • GW4410-V: Neurobiologische Grundlagen des Lernens (Vorlesung, 2 SWS)
Workload:
  • 90 Stunden Selbststudium und Aufgabenbearbeitung
  • 60 Stunden Präsenzstudium
Lehrinhalte:
  • Neurobiologische Korrelate des Lernens (Entwicklung, Reifung, Plastizität)
  • Voraussetzungen für Lernfähigkeit auf kognitiver und neurobiologischer Ebene
  • Lernen im Alter
  • Prinzipien und Bedingungen des (Wieder-)Lernens nach Schädigungen im zentralen Nervensystem (u.a. Restitution, Substitution, Kompensation)
  • Adaptation / Maladaptation
  • Prinzipien und Methoden des Neuroenhancement (direkte/indirekte Steigerung der Lernfähigkeit)
  • Motorisches Lernen und sensorische Verarbeitungsmechanismen
  • Neurowissenschaftliche Grundlagen von Chronizität von z.B. Schmerz
  • Verbindung von Funktions- mit Alltagszielen in der Rehabilitation / Ermöglichung von Partizipation und Teilhabe nach Schädigung im zentralen Nervensystem
Qualifikationsziele/Kompetenzen:
  • Wissen und Verstehen: Die Studierenden kennen Grundlagen von Lernprozessen in verschiedenen Entwicklungsstadien.
  • Wissen und Verstehen: Sie können genetisch bedingte sowie erfahrungsabhängige Veränderungsprozesse charakterisieren und voneinander unterscheiden.
  • Wissen und Verstehen: Sie kennen neurobiologische Grundlagen der Verbesserung veränderter kognitiver und motorischer bzw. sensorischer Funktionen.
  • Wissen und Verstehen: Sie kennen kognitive und neurobiologische Faktoren durch die das Lernen ermöglicht wird (Determinanten des Lernens).
  • Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen: Sie können die Voraussetzungen für Lernfähigkeit auf Zielsetzung und Durchführung der Therapie in der Neurorehabilitation (Fallbeispiele) übertragen.
  • Wissen und Verstehen: Sie kennen die theoretischen Grundlagen verschiedener Therapieansätze in der Rehabilitation (wie bspw. CIMT [constraint-induced movement therapy] oder ILAT [intensive language action therapy], SI [Sensorische Integrationstherapie], Bobath) und können gemeinsame fächerübergreifende Prinzipien identifizieren.
  • Wissen und Verstehen: Sie kennen rehabilitative Prinzipien der Adaptation, sowie Bedingungen, unter denen es zur Maladaptation kommen kann.
  • Wissen und Verstehen: Sie kennen theoretische Grundannahmen und Wirkungsweisen des Neuroenhancement.
  • Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen: Sie können Methoden des Neuroenhancement auf Therapieansätze in der Neurorehabilitation übertragen.
  • Wissen und Verstehen: Sie kennen Grundprinzipien des motorischen Lernens und sensorischer Verarbeitungsmechanismen.
  • Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen: Die Studierenden können Funktions- und Alltagsziele miteinander verbinden und sind in der Lage neurophysiologische Therapieansätze hinsichtlich deren Potential zur Realisierung von Zielen auf der Ebene von Partizipation und Teilhabe kritisch zu bewerten und reflektiert auszuwählen.
  • Kommunikation und Kooperation: Die Studierenden bringen fachliche Kompetenzen und Perspektiven in Gruppenarbeiten ein und können den Mehrwert interprofessioneller Zusammenarbeit in der Rehabilitation beschreiben.
  • Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität: Die Studierenden reflektieren ihren spezifischen fachlichen Beitrag zur interprofessionellen Versorgung der Betroffenen in der Rehabilitation. Sie kennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Umsetzung verschiedener Therapieansätze in der Rehabilitation und die Möglichkeiten zur Synergie fachlicher Kompetenzen. Sie erweitern ihr interprofessionelles Handlungsspektrum.
Vergabe von Leistungspunkten und Benotung durch:
  • Hausarbeit
Modulverantwortlicher:
  • Prof. Annette Baumgärtner, PhD
Lehrende:
  • Institut für Gesundheitswissenschaften
  • Prof. Annette Baumgärtner, PhD
  • Prof. Dr. Kerstin Lüdtke
  • Tabea Böttger, M.Sc.
Literatur:
  • Barnes, M. P., & Good, D.C. (Hrsg.) (2012): Neurological Rehabilitation (Handbook of Clinical Neurology, Band 110). Edinburgh: Elsevier.
  • Shumway-Cook, A., & Woollacott, M. H. (2017): Motor control: Translating research into clinical practice (5th ed.). Alphen aan den Rijn: Wolters Kluwer.
  • Rascin, S. A. (2015): Neuroplasticity and Rehabilitation. New York: The Guilford Press.
Sprache:
  • Sowohl Deutsch- wie Englischkenntnisse nötig
Bemerkungen:

Prüfungsleistungen gelten als erbracht, wenn sie mit mindestens ausreichend bewertet wurden. Die Benotung erfolgt aus der Bewertung einer schriftlichen Hausarbeit. Zu Beginn des Semesters können Prüfungsvorleistungen festgelegt werden, die vor der Prüfungsleistung erbracht und positiv bewertet werden müssen. Dies können z. B. kurze Referate, Kurzpräsentationen, und das Erstellen von Diskussionspapieren sein

Letzte Änderung:
22.9.2020