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Modulhandbuch ab WS 2017/18

Modul GW1620-KP05

Kernelemente der professionellen Interaktionsgestaltung (KeprI)

Dauer:


1 Semester
Angebotsturnus:


Jedes Sommersemester
Leistungspunkte:


5
Studiengang, Fachgebiet und Fachsemester:
  • Bachelor Hebammenwissenschaft 2020 (Pflicht), Schwangerenbetreuung, Mutter-Kind-Gesundheit und Frauenheilkunde, 2. Fachsemester
  • Bachelor Hebammenwissenschaft 2017 (Pflicht), Schwangerenbetreuung, Mutter-Kind-Gesundheit und Frauenheilkunde, 2. Fachsemester
Lehrveranstaltungen:
  • GW1620-Ü: Kernelemente der professionellen Interaktionsgestaltung (Übung, 2 SWS)
  • GW1620-V: Kernelemente der professionellen Interaktionsgestaltung (Vorlesung, 2 SWS)
Workload:
  • 60 Stunden Präsenzstudium
  • 90 Stunden Selbststudium
Lehrinhalte:
  • Grundlagen der Kommunikation und Kommunikationsmodelle
  • Theorien zu Konfliktentstehung und Konfliktbewältigung
  • Theoretische Grundlagen professioneller Kommunikation und Beziehungsgestaltung in interprofessionellen Teams
  • Klientenzentrierte, systemische, familien- oder/und gruppenbezogene Gesprächsführung und Beratung Gesundheitsorientierung
  • Methoden und Instrumente der ethischen Entscheidungsfindung in (geburtshilflichen) Konflikt- oder Dilemmasituationen
  • Konzepte von Emotions- und Körperarbeit
  • Erziehungs- und Beziehungskompetenz (Wissen über Entwicklung, Erziehungseinstellungen, Beziehungs- und Interaktionskompetenz, Feinzeichen und Feinfühligkeit, Bewältigungsstrategien, Lebensumstände)
  • Methoden und Ansätze zur Beratung unter Einbezug ethischer Dimensionen (z.B. Themenbereich Familienplanung und Empfängnisregulierung, ungewollte Kinderlosigkeit und deren Therapieansätze
  • Ausgewählte soziologische und psychologische Theorien und deren Bedeutung für das Hebammenwesen und die berufliche Praxis von Hebammen
  • Auswirkungen von Grenzerfahrungen (Gewalt, existenzielle Bedrohungen, kritische Lebensereignisse, Traumata)
  • Konzept des Shared Desicion Making, Informed Choice und partizipativen Entscheidungsfindung
  • Ansätze und Konzepte im Bereich professioneller Beratung in den Lebensphasen Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Neugeborenenperiode
Qualifikationsziele/Kompetenzen:
  • Wissensverbreiterung: Sie verfügen über ein breites und umfassendes Wissen zu Methoden der Beratung, Schulung und Anleitung sowie zu Modellen und Konzepten der patienten- und frauenzentrierten Betreuung in der Pflege und im Hebammenwesen. Kompetenzbereich IV
  • Wissensverbreiterung: Die Studierenden können psychologische Prozesse zur Bewältigung von Lebenskrisen, Krankheit, Tod und Trauer beschreiben und eine professionelle Haltung einnehmen. Kompetenzbereich I
  • Wissensverbreiterung: Die Studierenden können die Bedürfnisse verwaister Eltern oder Familien mit Förderungsbedarf identifizieren und auf bestehende Versorgungskonzepte und -strukturen verweisen. Kompetenzbereich I
  • Wissensvertiefung: Die Studierenden verfügen über fundierte Kenntnisse der verbalen und nonverbalen Kommunikation und Interaktion mittels verschiedener Kommunikationsmodelle. Kompetenzbereich IV
  • Wissensvertiefung: Sie verfügen über ein sicheres Wissen und Verstehen hinsichtlich des adressatengerechten Einsatzes von Kommunikationstechniken und -methoden im beruflichen Kontext. Kompetenzbereich IV
  • Wissensvertiefung: Die Studierenden verfügen über ein vertieftes Wissen und Verstehen von Anleitungs-, Schulungs- und Beratungsansätzen und können den Stellenwert für das professionelle Handeln in der Pflege und dem Hebammenwesen erkennen. Sie können diese Ansätze auf unterschiedliche Situationen und Settings des Betreuungsprozesses von Patienten bzw. Frauen und ihren Familien übertragen und können zu Themen wie Störungen der sozialen Interaktion in Familiensystemen informieren und beraten. Kompetenzbereich IV
  • Wissensvertiefung: Die Studierende sind in der Lage soziologische, gendertheoretische und interkulturelle Ansätze zur Betrachtung von Gesundheit und Krankheit von Frauen und Familien zu diskutieren und können sich mit kultureller Differenz und kultureller Komplexität auseinandersetzen sowie professionelle Standpunkte reflektieren. Kompetenzbereich III und IV
  • Instrumentale Kompetenzen: Die Studierenden können Beziehungen professionell gestalten und können bedürfnisgerecht und ressourcenorientiert Gespräche mit Frauen und ihren Familien führen, leiten und beenden. Kompetenzbereich IV
  • Instrumentale Kompetenzen: Sie können unterschiedliche Betreuungskonzepte sowie Unterstützungssysteme nutzen und diese situationsgerecht in ihr Hebammen-Handeln integrieren. Kompetenzbereich IV
  • Instrumentale und kommunikative Kompetenzen: Sie sind in der Lage, im Rahmen von Anleitungs-, Schulungs- und Beratungssituationen Informationen aus einer professionsspezifischen Perspektive ziel- und adressatengerecht zu organisieren, aufzubereiten und zu präsentieren. Darüber hinaus können sie Anleitungs- und Beratungskonzepte (z.B. im Sinne des Shared Decision Making sowie der Evidenzbasierten Information) zur Stärkung der Kompetenz der Patienten/der Frau entwickeln. Kompetenzbereich IV
  • Instrumentale und kommunikative Kompetenzen: Sie können lebensweltspezifische und altersentsprechende Bedürfnisse von Frauen und Männern im Blick auf Sexualität und Verhütung analysieren und Frauen und deren Familien sensibel in Entscheidungsprozessen der Familienplanung unterstützen, beraten und begleiten. Kompetenzbereich III und IV
  • Instrumentale und kommunikative Kompetenzen: Die Studierenden sind in der Lage, Gruppenprozesse zu gestalten und Ressourcen einer Gruppe zu nutzen. Sie können Gespräche mit und zwischen anderen Akteuren des geburtshilflichen oder interprofessionellen Teams initiieren und führen. Kompetenzbereich IV
  • Systemische Kompetenzen: Die Studierenden können individuelle Informations-, Anleitungs- und Beratungsbedürfnisse identifizieren (z.B. nach Zielgruppe, Beratungsanlass oder Hintergrund des Gesprächspartners) und diese im Hinblick auf die Rahmenbedingungen von Versorgungsleistungen in den Gesundheitsberufen auswerten und interpretieren. Kompetenzbereich IV
  • Systemische Kompetenzen: Sie sind in der Lage, mögliche förderlichen Faktoren und Barrieren für Informations-Anleitungs-und gelingende Beratungssituationen zu identifizieren und zu analysieren. Kompetenzbereich IV
  • Kommunikative Kompetenzen: Die Studierenden können Kommunikation, Interaktion und Beratung bedürfnis- und ressourcenorientiert, (selbst-) reflektiert und fachkompetent unterstützen, beraten und arrangieren. Sie können eine effektive, kollegiale Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Berufsgruppen/ Zielgruppen gestalten und dabei multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen entwickeln. Kompetenzbereich IV
  • Kommunikative Kompetenzen: Sie sind in der Lage, ihre gesellschaftliche Verantwortung als Hebamme in Bezug auf Aufklärung, Beratung und Begleitung und im Blick auf das Gemeinwohl wahrzunehmen. Sie können eigene und fremde Werte/Haltungen und deren Auswirkungen auf die Beratung und Betreuung von Frauen/Familien in unterschiedlichen Settings professionell reflektieren, formulieren und argumentieren. Sie können die Planung, Organisation und Durchführung dieser Prozesse gemeinsam im Austausch mit Fachexperten und Laien in einem Team unterstützen. Kompetenzbereich IV
Vergabe von Leistungspunkten und Benotung durch:
  • Schriftliche Prüfung
  • B-Schein (unbenotet)
Modulverantwortlicher:
  • Prof. Dr. rer. medic Christiane Schwarz
Lehrende:
  • Institut für Gesundheitswissenschaften
  • Prof. Dr. rer. medic Christiane Schwarz
Literatur:
  • Schulz von Thun, F: Miteinander reden - Band 1-3, Rororo, Reinbek b. Hamburg 2006
  • Watzlawick, P.; Beavin, J.; Jackson, D.: Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien - Hans Huber, Göttingern 1996
  • Elzer, M.; Sciborski C.: Kommunikative Kompetenzen in der Pflege. Zheorie und Praxis der verbalen und non-verbalen Interaktion - Huber, Bern 2007
  • Huber, M.: Trauma und die Folgen. Trauma und Traumabehandlung - Teil 1, 3. Auflage, Jufermann, Paderborn 2007
  • Müller, W.; Scheuermann, U.: Praxis Krisenintervention. Ein Hanbuch für helfende Berufe: Psychologen, Ärzte, Sozialpädagogen, Pflege- und Rettungskräfte. - Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2004
  • Pastoors , S. & Ebert,H.: Prinzipien der Respektkommunikation: Psychologische Grundlagen einer erfolgreichen Zusammenarbeit - Springer Wiesbaden 2019
  • Hoos-Leistner, H.: Kommunikation im Gesundheitswesen - Springer Berlin 2019
Sprache:
  • Wird nur auf Deutsch angeboten
Bemerkungen:

Zulassungsvorassetzungen zur Belegung des Moduls:
- Keine

Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme an Modul-Prüfung(en):
-Keine

Modulprüfung(en):
GW1620-L1: Kernelemente der professionellen Interaktions, schriftliche Reflexion (B), 100% der Modulnote


Anteil Institut für Gesundheitswissenschaften an V ist 100%
Anteil Institut für Gesundheitswissenschaften an Ü ist 100%

Letzte Änderung:
14.3.2023