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Modulhandbuch ab WS 2017/18

Modul GW3560-KP11

Komplexes Fallverstehen in der praktischen Geburtshilfe (KFprG)

Dauer:


1 Semester
Angebotsturnus:


Jedes Sommersemester
Leistungspunkte:


11
Studiengang, Fachgebiet und Fachsemester:
  • Bachelor Hebammenwissenschaft 2020 (Pflicht), Praktische Geburtshilfe und Neonatologie, 6. Fachsemester
  • Bachelor Hebammenwissenschaft 2017 (Pflicht), Praktische Geburtshilfe und Neonatologie, 6. Fachsemester
Lehrveranstaltungen:
  • GW3560-Ü: Komplexes Fallverstehen in der praktischen Geburtshilfe (Übung, 0,4 SWS)
Workload:
  • 16 Stunden Selbststudium
  • 308 Stunden Integrierte Praxisstunden
  • 6 Stunden Präsenzstudium
Lehrinhalte:
  • Vertiefung der Fertigkeiten aus den bereits gelernten Inhalten aus dem Theoriemodul GW-3720:
  • Unterstützung und Anleitung der Eltern
  • Regelwidrigkeiten im Wochenbett
  • Herausforderungen bei der Ernährung des Neugeborenen: Probleme beim Stillen, der Milchgewinnung und der Flaschenfütterung
  • Besondere Betreuung bei Regelwidrigkeiten unter der Geburt und Nachgeburtsperiode
  • Betreuung nach operativen/ vaginal-operativen Geburten
  • Regelwidrigkeiten in der Neugeborenenperiode
  • Ableitung eines individuellen Behandlungsplans
  • Vorbereitung, Durchführung und Evaluation der Betreuung in den Lebensphasen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sowie der Neugeborenenperiode
  • Notfallsituationen erkennen, managen und evaluieren
  • Geburtshilflich-relevante Anamnesen erheben
  • Informationssammlung und Verknüpfung zur individuellen Erstellung eines Behandlungsplans
  • Beratung und Anleitung in den einzelnen Lebensphasen im Handlungsfeld einer Hebamme
  • Schwangerenvorsorge
  • Betreuung Gebärender in allen Geburtsphasen
  • Entscheidungsfindung in komplexen Geburtssituationen
  • Kompetente Betreuung von Wöchnerin und Neugeborenen postpartum
  • Organisationsstrukturen des Funktionsbereiches Kreißsaal und der Wochenstation
Qualifikationsziele/Kompetenzen:
  • Wissensvertiefung:
  • Die Studierenden können unter Berücksichtigung einer professionellen Distanz ihre berufliche Rolle ausfüllen. Sie können sowohl die eigenen Stärken als auch Grenzen sowie persönliche Entwicklungspotentiale erkennen.
  • Sie können sowohl die eigenen Stärken als auch Grenzen sowie persönliche Entwicklungspotentiale erkennen.
  • Sie können in komplexen und fordernden Situationen als Ansprechpartnerin für die Belange fungieren und fühlen sich verantwortlich für eine individuelle Versorgung der werdenden Familie.
  • Die Studierenden entwickeln selbst in umfassenden Situationen ein Bewusstsein, in welchen Situationen ein abwartendes Verhalten oder interventionsreiches Handeln zur Stabilisierung von physiologischen Prozessen im autonomen Handlungsspielraum gefragt ist.
  • Sie sind in der Lage Maßnahmen unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse der zu betreuenden Person zu kommunizieren und umzusetzen.
  • Die Studierenden wissen um die Auswirkungen von negativen Einflussfaktoren und Interventionen in den entsprechenden Lebensphasen und umgehen diese nach Möglichkeit.
  • Sie erkennen und entwickeln die Ressourcen der Frau und ihrer Familie und beziehen diese mit in die Betreuung anhand von individuell abgestimmten Betreuungsmodellen ein.
  • Die Studierenden beachten die Hygienerichtlinien sowie die geltenden Dokumentations- und Arbeitssicherheitsvorschriften und verwenden geeignete Qualitätssicherungsinstrumente.
  • Sie respektieren die Professions-eigenen Grenzen in allen Betreuungsphasen und überweisen oder informieren bei abweichenden und regelwidrigen Verläufen zeitnah an die jeweilige Profession.
  • Instrumentale Kompetenzen:
  • Die Studierenden sind in der Lage die erworbenen und erweiterten Kompetenzen in den Bereichen Pflege, Diagnostik und Therapie unter Beachtung der Abgrenzung zu regelwidrigen Verläufen in den einzelnen Lebensphasen im Handlungsfeld reflektiert mithilfe von gesundheitsfördernden und präventiven Ansätzen umzusetzen.
  • Sie nutzen die geeigneten Methoden zur mütterlichen und kindlichen Überwachung und managen die Versorgung unter Zuhilfenahme geeigneter Technologien.
  • Die Studierenden sind in der Lage ein effizientes Notfallmanagement zu veranlassen.
  • Sie richten in komplexen Situationen ihre Fähig- und Fertigkeiten unter Berücksichtigung der Wirksamkeit einer Intervention aus und koordinieren in Absprache selbstständig die nötigen Folgemaßnahmen.
  • Sie verfügen über umfassende theoretische und wissenschaftliche Kompetenz sowie über die hinreichenden Fertigkeiten um die Physiologie der einzelnen Lebensphasen im Handlungsfeld auch in herausfordernden Situationen zu unterstützen und aufrecht zu erhalten.
  • Die Studierenden überprüfen im kontinuierlichen Prozess ihr professionelles Handeln und Wissen. Sie entwickeln und erweitern ihr Wissen, um den sich wandelnden Bedingungen in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft im Sinne einer effektiven weitreichenden und evidenzbasierten Hebammenversorgung gerecht werden zu können.
  • Sie erkennen die Bedeutung von geburtshilflichen Leitlinien und Expertenstandards für die Ausübung von Tätigkeiten und setzen evidenzbasierte Handlungen situationsgebunden, kritisch-reflektierend um.
  • Sie kennen unterschiedliche Beratungsansätze, setzen sich nachdrücklich mit der Rolle und der eigenen Berater-Verantwortlichkeit auseinander und fördern informierte Entscheidungsprozesse.
  • Die Studierenden sind in der Lage den Lebenskontext unter Berücksichtigung der familiären, individuellen Bedürfnisse auch in herausfordernden Situationen einzuschätzen und eine kultursensible Betreuung zu gewährleisten.
  • Systemische Kompetenzen:
  • Die Studierenden bestärken Familien, Verantwortung für ihre eigene Gesundheit durch die Unterstützung eines gesunden Lebensverhaltens zu übernehmen.
  • Sie praktizieren eine effektive Zusammenarbeit fokussiert auf eine bestmögliche Betreuung von Familien.
  • Die Studierenden sind in der Lage komplexe Befunde zu erheben, um vielschichtige Situationen in ihrem Handlungsfeld einzuschätzen und ihr weiteres Vorgehen auf Basis des Kontextes auszurichten.
  • Kommunikative Kompetenzen:
  • Die Studierenden sind empathie-, konflikt-, und teamfähig und sind in der Lage eine vorhandene Situation strukturiert adressatengerecht und fokussiert zu beschreiben und schlüssige Handlungsoptionen zu kommunizieren.
  • Sie sind sich sowohl der Relevanz einer angemessenen und professionellen Kommunikation im Umgang mit zu Betreuenden, mit Begleitpersonen, der eigenen Profession als auch in der interprofessionellen Zusammenarbeit bewusst und wenden diese einwandfrei an.
  • Sie richten die Ausübung ihrer Tätigkeit in Beziehung zur gültigen Gesetzgebung, dem Ethikkodex sowie ihres eigenen Normen- und Werteverständnisses aus.
Vergabe von Leistungspunkten und Benotung durch:
  • Praktische Prüfung
Modulverantwortlicher:
  • Prof. Dr. rer. medic Christiane Schwarz
Lehrende:
  • Institut für Gesundheitswissenschaften
  • Prof. Dr. rer. medic Christiane Schwarz
Sprache:
  • Wird nur auf Deutsch angeboten
Bemerkungen:

Zulassungsvoraussetzungen zur Belegung des Moduls:
- Keine

Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme an Modul-Prüfung(en):
- Keine

Modulprüfung(en):
GW3560-L1: Komplexes Fallverstehen in der praktischen Geburtshilfe, OSCE, 100% der Modulnote

Wissen und Verstehen: Praxisbasierte Festigung, Vertiefung und Reflexion der Wissensinhalte der Lehrmodule GW3010, GW3410,
GW3310 und GW3820

Für die Erstellung eines Praxisplans ist die Praxiseinrichtung zuständig.
Die Praxisphase 6 könnte in folgenden Einsatzbereichen stattfinden:
- Kreißsaal (385 Stunden / 10 Wochen)

Es stehen insgesamt 385 Praxisstunden zur Verfügung. Diese enthalten eine ausreichende Zeitreserve für Ausfälle aufgrund von Fehltagen, Urlaubstagen und internen Fortbildungen, Belehrungen und Unterweisungen.

Zusätzliche Leistungen oder Nachweise für die Berufsausbildung:
- Praktikumsprotokoll inkl. Dokumentation und Reflexion der Kompetenzentwicklung (Praktikumsprotokoll)
- Praktikumsreflexion durch die/den Studierenden (Selbstbewertung der Kompetenzentwicklung)

Umfang und Aufgaben der Praxisanleitung:
- Durchführung und Dokumentation eines Erst- und eines Abschlussgespräches mit der/dem Studierenden, inkl. Bewertung des aktuellen
Stands der Kompetenzentwicklung unmittelbar vor dem Abschlussgespräch (Praktikumsprotokoll)
- Zusammenarbeit von Studierender/Studierendem und Praxisanleiterin/Praxisanleiter im Kreißsaal und der integrierten
Wochenbettstation zu mindestens 25 %, im außerklinischen Einsatz zu mindestens 50% der Praxisstunden der/des Studierenden
- Vollständige Dokumentation des Praktikums (Praktikumsprotokoll) und Aushändigung des Protokolls an die Studierende/den
Studierenden

Umfang und Aufgaben der Praxisbegleitung: 1 im Einsatzbereich Kreißsaal

Verantwortung für die Organisation des Praktikums: Ausbildungsträger (Praxispartner)


Abweichende Bestimmungen für den Studiengang Hebammenwissenschaft nach der SGO WS17 und WS18:
Die Praxisphase 6 findet in folgenden Einsatzbereichen statt:
- Kreißsaal (280 Stunden)
- Integrierte Wochenbettstation bzw. Wochenstation und Neugeborenenstation (160 Stunden)

Modulprüfung:
GW3560- praktische Prüfung Geburt (Teil der staatlichen Prüfung entsprechend HebAPrV)
Das Präsensstudium enthält 1 SWS P.


Anteil Institut für Gesundheitswissenschaften an Ü ist 100%

Letzte Änderung:
7.10.2021