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Modulhandbuch ab WS 2017/18

Modul GW3550-KP12

Basismodul geburtshilfliche, neonatologische und gynäkologische Diagnostik und Intervention 5 (BageDI5)

Dauer:


1 Semester
Angebotsturnus:


Jedes Sommersemester
Leistungspunkte:


12
Studiengang, Fachgebiet und Fachsemester:
  • Bachelor Hebammenwissenschaft 2020 (Pflicht), Praktische Geburtshilfe und Neonatologie, 5. Fachsemester
  • Bachelor Hebammenwissenschaft 2017 (Pflicht), Praktische Geburtshilfe und Neonatologie, 5. Fachsemester
Lehrveranstaltungen:
  • GW3550-Ü: Basismodul geburtshilfliche, neonatologische und gynäkologische Diagnostik und Intervention 5 (Übung, 0,4 SWS)
Workload:
  • 346 Stunden Integrierte Praxisstunden
  • 7 Stunden Selbststudium
  • 6 Stunden Präsenzstudium
Lehrinhalte:
  • Fachlich und fallspezifisch begründete Auswahl, Durchführung und Evaluation geburtshilflichen Interventionen, insbesondere unter Berücksichtigung der theoretischen und empirischen Erkenntnisse aus der Gesundheitswissenschaft und relevanter Bezugswissenschaften zum erwarteten Nutzen und zu möglichen Schadensrisiken infrage kommender geburtshilflicher Interventionen (v. a. Empfehlungen aus evidenzbasierten Leitlinien, Expertenstandards oder ähnlichen Ressourcen)
  • Vertiefung der Inhalte aus den Basismodule 1-4 im Bereich der geburtshilflichen Beobachtung und Diagnostik sowie der fachlich begründeten und fallspezifisch angemessenen Auswahl geburtshilflicher Interventionen in der Versorgung von Wöchnerinnen, Gebärenden und Neugeborenen, insbesondere bei komplikationsbehafteten Geburten oder aufgrund von sozialern Umständen aus denen sich besondere Risiken für die gesundheitlichen Entwicklung ergeben: umfassende Geburtsbetreuung in allen Phasen der Geburt; Entscheidungen in komplexen Geburtssituationen treffen; umfassende Betreuung von Mutter und Kind nach der Geburt; umfassende Überwachung und Betreuung von Schwangeren mit Regelwidrigkeiten von der Aufnahme über den gesamten Geburtsverlauf; Durchführung von äußeren Untersuchungen an einer Schwangeren; Notfallsituationen rund um die Geburt erkennen und adäquat handeln
  • Vertiefung aufbauend auf den inhaltlichen Schwerpunkten des GW2230 und GW2630: Besondere Anforderungen an die Entscheidungsfindung und das Handeln im hebammenspezifischen Kontext von o. g. Personengruppen, vor allem auch aus der ethischen Perspektive: Identifikation und adäquate Berücksichtigung der Präferenzen, Normen und Werte der zu Betreuenden, insbesondere auch in der Information der zu Betreuenden und bei der Einbindung in die geburtshilfliche Entscheidungsfindung (Beratung, Anleitung und Betreuung von Schwangeren, Gebärende, Wöchnerinnen und Familien, Schwangerenberatung, -vorsorge und Wochenbettbetreuung); Identifikation, Reflexion und Artikulation eigener Normen, Werte, Einstellungen und Unsicherheiten in ethisch herausfordernden Situationen; Identifikation und Anwendung geeigneter geburtshilflicher Strategien zur angemessenen Bewältigung der herausfordernden Situationen, inkl. Respektierung eigener Kompetenz- und Belastungsgrenzen und angemessener Prioritätensetzung (Verhalten und Vorgehen bei kindlichen und mütterlichen Todesfällen); Aufrechterhaltung einer von Empathie und Respekt getragenen pflegerischen Kommunikation mit den zu Betreuenden und ihren Bezugspersonen auch unter den Bedingungen einer schwierigen oder herausfordernden Versorgungssituation (Einschätzung komplexer Situationen und Planung der weiteren Betreuung).
  • Identifikation und Verständnis der sozialrechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen von (niedrigschwelligen) außerklinischen Beratungs- und/oder Unterstützungsangeboten für Schwangere und deren Familien
  • Kritische Reflexion o. g. Beratungs- und/oder Unterstützungsangebote hinsichtlich ihrer Akzeptanz und Machbarkeit, ihres Nutzens und möglicher ungünstiger/nicht erwarteter Effekte unter Berücksichtigung theoretischer und empirischer Erkenntnisse sowie der individuellen Praktikumserfahrungen
  • Durchführung komplexer Maßnahmen der geburtshilflichen Diagnostik und Therapie in der Versorgung o. g. Personengruppen sowie Dokumentation der o.g. Ergebnisse, Entscheidungsfindung, Maßnahmendurchführung und -Evaluation: Planung, Durchführung und Evaluation der Betreuung in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett; Erhebung einer geburtshilflich relevanten Anamnese und Erstellung eines Behandlungsplans; Erstellung von Prognosen über Schwangerschaftsverlauf und Geburt.
  • Vertiefung Kreißsaalorganisation
  • Vertiefung außerklinische Hebammenarbeit
Qualifikationsziele/Kompetenzen:
  • Erweitern und Vertiefen der in Praxisphase 1-4 beschrieben Kompetenzen. Der Kompetenzkatalog wird um folgende Kenntnisse und Fähigkeiten ergänzt:
  • Die Studierenden können ihr fundiertes Wissen sowie ihre diagnostische, pflegerische und therapeutische Kompetenzen praktisch anwenden, indem sie auf Basis einer ganzheitlichen, beziehungs- und familienorientierten Grundhaltung die Wochenbettbetreuung von Mutter und Kind bei physiologischem Verlauf selbständig organisieren und durchführen sowie Übergänge zum kritischen Verlauf folgerichtig einschätzen und ggf. ein adäquates und effizientes Notfallmanagement veranlassen.
  • Sie sind in der Lage, die Frau und deren Familie verantwortungsvoll und individuell durch Schwangerschaft, Geburt, und Wochenbett zu begleiten, bedürfnisorientiert und empathisch mit der Zielgruppe zu kommunizieren, sie unter Nutzung evidenzbasierter Empfehlungen umfassend zu beraten und ihnen autonome Entscheidungen zu ermöglichen.
  • Sie sind in der Lage, die Leitung der aktiven Geburtsphase zu übernehmen und sich an der Leitung in komplexen Situationen und bei pathologischem Verlauf zu beteiligen und die entsprechenden Fertigkeiten bzw. notwendigen Maßnahmen u.U. selbstständig anzuwenden und die Qualität und Wirksamkeit des Handelns anhand von Evidenzen zu überprüfen und ggf. zu optimieren.
  • Sie können die Gebärende und deren Begleitpersonen in komplexen und herausfordernden Situationen verantwortungsvoll betreuen, überwachen und behandeln, deren Bedürfnisse berücksichtigen und (evidenzbasierte) geburtsunterstützende Maßnahmen empfehlen, initiieren und führen diese u.U. selbstständig durch.
  • Die Studierenden werden befähigt, eine Wochenbettvisite selbständig durchzuführen, die erhobenen Befunde zu analysieren und ggf. empfohlene Maßnahmen einzuleiten und zu evaluieren.
  • Die Studierenden können ihr fundiertes Wissen über spezifische Krankheitsbilder und Krankheitsverläufe von Neugeborenen und kranken Säuglingen im außerklinischen Setting anwenden und ihr Handeln sowie die Betreuung und Beratung der Eltern reflektiert danach ausrichten.
  • Die Studierenden sind in der Lage, Schwangere und deren Familien zu individuellen Unterstützungs- bzw. Präventionsangeboten in unterschiedlichen Versorgungssettings, unter Berücksichtigung von soziokulturellen Kontext, zu beraten und entsprechende Schritte gemeinsam mit den Betroffenen zu initiieren.
  • Sie sind in der Lage, im Rahmen der selbstständigen Tätigkeit, die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit ihrer Handlungen vor dem Hintergrund der gesetzlichen Richtlinien zu hinterfragen und ihre Abläufe und Prozesse entsprechend ökonomisch und qualitätssichernd anzupassen.
  • Sie werden befähigt, die Unterstützungssysteme (Krankenkassen, gesundheitsämter, Verbände) für Versorgung der zu betreuenden Zielgruppen zu nutzen und die Leistungen situationsgerecht in ihre Hebammentätigkeit zu integrieren.
  • Die Studierenden sind in der Lage, sich und ihr Umfeld basierend auf den Grundlagen reflexiven Denkens zu analysieren, kritisch beleuchten und gegebenenfalls Änderungen einleiten.
  • Sie werden befähigt, eine juristisch einwandfreie, fach- und sachgerechte Dokumentation von der Anamneseerhebung, über die Behandlungsplanung bis zum Betreuungsabschluss zu erstellen.
Vergabe von Leistungspunkten und Benotung durch:
  • Objective structured clinical examination (OSCE)
Modulverantwortlicher:
  • Prof. Dr. rer. medic Christiane Schwarz
Lehrende:
  • Institut für Gesundheitswissenschaften
  • Prof. Dr. rer. medic Christiane Schwarz
Sprache:
  • Wird nur auf Deutsch angeboten
Bemerkungen:

Zulassungsvorassetzungen zur Belegung des Moduls:
- Keine

Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme ab Modul-Prüfung(en):
-Keine

Modulprüfung(en):
GW3550-L1: Basismodul geburtshilfliche, neonatologische und gynäkologische Diagnostik und Intervention 5, OSCE, 100% der Modulnote

Wissen und Verstehen: Praxisbasierte Festigung, Vertiefung und Reflexion der Wissensinhalte der Lehrmodule GW3010, GW3410 und GW3310 (Details s. Reflexionsbogen im Praktikumsprotokoll).

Für die Erstellung eines Praxisplans ist die Praxiseinrichtung zuständig.
Die Praxisphase 5 könnte in folgenden Einsatzbereichen stattfinden:
- Gynäkologie, insbesondere Diagnostik und Interventionen (115,5 Stunden / 3 Wochen)
- Neonatologie (115,5 Stunden / 3 Wochen)
- Kreißsaal (192,5 Stunden / 5 Wochen)

Es stehen insgesamt 423,5 Praxisstunden zur Verfügung. Diese enthalten eine ausreichende Zeitreserve für Ausfälle aufgrund von Fehltagen, Urlaubstagen und internen Fortbildungen, Belehrungen und Unterweisungen.

Zusätzliche Leistungen oder Nachweise für die Berufsausbildung:
- Praktikumsprotokoll inkl. Dokumentation und Reflexion der Kompetenzentwicklung (Praktikumsprotokoll)
- Praktikumsreflexion durch die/den Studierenden (Selbstbewertung der Kompetenzentwicklung)

Umfang und Aufgaben der Praxisanleitung:
- Durchführung und Dokumentation eines Erst- und eines Abschlussgespräches mit der/dem Studierenden, inkl. Bewertung des aktuellen Stands der Kompetenzentwicklung unmittelbar vor dem Abschlussgespräch (Praktikumsprotokoll)
- Zusammenarbeit von Studierender/Studierendem und Praxisanleiterin/Praxisanleiter im Kreißsaal und der integrierten Wochenbettstation zu mindestens 25 %, im außerklinischen Einsatz zu mindestens 50% der Praxisstunden der/des Studierenden
- Vollständige Dokumentation des Praktikums (Praktikumsprotokoll) und Aushändigung des Protokolls an die Studierende/den Studierenden

Umfang und Aufgaben der Praxisbegleitung: Keine

Verantwortung für die Organisation des Praktikums: Ausbildungsträger (Praxispartner)


Abweichende Bestimmungen für den Studiengang Hebammenwissenschaft nach der SGO WS17:
Die Praxisphase 5 findet in folgenden Einsatzbereichen statt:
- Kreißsaal (200 Stunden)
- Integrierte Wochenbettstation bzw. Wochenstation und Neugeborenenstation (120 Stunden)
- Außerklinische Phase: Schwangerenberatung; Außerklinische Geburt und Wochenbettverlauf (240 Stunden)
Das Präsensstudium enthält 1 SWS P.

Abweichende Bestimmungen für den Studiengang Hebammenwissenschaft nach der SGO WS18:
- Kreißsaal (240 Stunden)
- Integrierte Wochenbettstation bzw. Wochenstation und Neugeborenenstation (160 Stunden)
- Kinderklinik / neonatologische Intensivpflege (160 Stunden)
Das Präsensstudium enthält 1 SWS P.



Anteil Institut für Gesundheitswissenschaften an Ü ist 100%

Letzte Änderung:
7.10.2021