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Effektiver Know-How-Transfer

Die Universität zu Lübeck genießt einen exzellenten Ruf. Die Verknüpfung von Naturwissenschaften, Informatik und Medizin sowie Kooperationen mit Industrieunternehmen sichern die Entwicklung von innovativen Technologien und Verfahren in Diagnostik und Therapie. So profitieren die Patienten schnellstmöglich von den Ergebnissen.

Wir gehörten beim BMBF-Wettbewerb zu Austauschprozessen zwischen Hochschulen und Unternehmen zu den bundesweit fünf besten Hochschulen.

 

Fachkräfte aus Lübeck

Spitzenplätze in den Rankings unserer Studiengänge sprechen für die Qualität unserer Lehre. Unsere Absolventinnen und Absolventen bringen ihr Know-How in Unternehmen, verknüpfen Theorie und Praxis: der direkteste Weg eines erfolgreichen Wissenstransfers. Mehr ...

Erfolgreiche Gründungen

Mit mittlerweile sechs bewilligten EXIST-Forschungstransfer-projekten ist die Universität zu Lübeck die erfolgreichste Hochschule in Deutschland, sogar in absoluten Zahlen vor den großen Universitäten wie z. B. der TU München oder TU Berlin. Die aus unserer Universität ausgegründeten Unternehmen agieren in ihren Märkten auch nach Jahren sehr erfolgreich. Die Gründerklinik der Universität zu Lübeck fördert systematisch Neu- und Ausgründungen. Mehr ...


Patente

Patente bieten Unternehmen exklusiven Zugang zu unseren Forschungsergebnissen und sind damit der Schlüssel für erfolgreiche Industrieprojekte. Patentscouts, Erfinderberatung und Verwertungsstrategien sind einige Stichworte unserer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Patentverwertungs-agentur Schleswig-Holstein. Mehr...

Partner der Wirtschaft

Unternehmen schätzen uns als innovativen und zuverlässigen Partner.

Für Auftragsforschung und Forschungskooperationen, als Fachkräfteschmiede oder verlängerte Werkbank, für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und für andere Dienstleistungen.


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Technologietransfer

TANDEM-Forschungsergebnisse im Biomedical Optics Express veröffentlicht

Mit Förderung des Kompetenzzentrums TANDEM ist es erstmals gelungen, durch optische Kohärenztomographie (OCT) Veränderungen des Augenhintergrundes unter Laserbestrahlung sichtbar zu machen.

Optische Kohärenztomographie (OCT) misst Gewebeveränderungen während der Photokoagulation der Retina mit Nanometer-Genauigkeit

Die OCT wurde 1991 erstmals als ein Verfahren zur ophthalmologischen Bildgebung beschrieben und hat seitdem weltweit rasante Verbreitung gefunden. Für die Diagnose diverser ophthalmologischer Erkrankungen hat sie sich zum Standardverfahren entwickelt. Auch das medizinische Laserzentrum Lübeck und seit 2005 das Institut für biomedizinische Optik (BMO) haben aktiv zur Entwicklung der OCT beigetragen – sowohl durch Forschungs- und Entwicklungsarbeiten als auch durch drei Ausgründungen (4Optics, jetzt Teil der Heidelberg Engineering GmbH; Thorlabs HL AG, jetzt Teil der international agierenden Thorlabs Inc. und OptoMedical Technologies GmbH). Alle drei Firmen forschen und entwickeln neue Produkte in Lübeck. Beim Einsatz der OCT in der Dermatologie, zur Darstellung des vorderen Augenabschnittes und dem Einsatz der der OCT in der ophthalmologischen Chirurgie wurde in Lübeck Pionierarbeit geleistet.

Die Förderung durch TANDEM, dem Exzellenzzentrum für Medizintechnik am Forschungscampus Lübeck, ermöglichte der Arbeitsgruppe von Dr. Gereon Hüttmann am BMO, erstmalig die thermische Expansion des Augenhintergrundes während der Laserbestrahlung der Retina mit Millisekunden-Zeitauflösung und Nanometergenauigkeit zu verfolgen. Dies gelang der TANDEM-Doktorandin Heike Müller in Zusammenarbeit mit dem Augenarzt Dr. Koinzer von der Augenklinik der Universität Kiel und Mitarbeitern des Medizinischen Laserzentrums Lübeck GmbH (MLL) mit Hilfe eines von der BMO-Ausgründung Thorlabs HL entwickelten Hochgeschwindigkeits-OCT Gerätes. Durch Vergleich mit einer weltweit einmaligen berührungslosen Temperaturmessungen, die in der Arbeitsgruppe von Dr. Ralf Brinkmann am BMO entwickelt wurde, konnte die Korrelation der mit OCT gemessenen Gewebeverschiebungen mit der Temperaturerhöhung und der dadurch verursachten Gewebezerstörung der Retina bewiesen werden. Diese Forschungsergebnisse wurden jetzt in der international angesehenen Zeitschrift Biomedical Optics Express veröffentlicht und haben es dort sogar auf das Titelbild geschafft.

Die neue Messmethode  eröffnet den Weg für eine weitere Verbesserung der Phototherapie der Retina, der weltweit am häufigsten angewendeten Lasertherapie. Aufgrund mangelnder Möglichkeit der online-Darstellung der Gewebeveränderungen während der Therapie ist eine patienten­spezifische Dosimetrie der Laserstrahlung und damit eine exakte Kontrolle der Lasereffekte durch den Arzt bisher nicht möglich. Seit Jahren wird an BMO und MLL intensiv an verschiedenen Möglichkeit gearbeitet, die Photokoagulation der Retina schonender zu machen. Nach der Selektiven Retinatherapie (SRT) und der automatischen Kontrolle der Photokoagulation über nicht invasive Temperaturmessungen (Autophon) ist die direkte Visualisierung der Gewebeveränderung während der Laserbestrahlung der dritte in Lübeck entwickelte Ansatz, die Lasertherapie der Retina präziser und nebenwirkungsfreier zu machen. Durch OCT soll die therapeutische Wirkung der Retinabestrahlung mit annähernd zellulärer Präzision kontrolliert werden. Zusammen mit einem namhaften Medizintechnikhersteller wird zurzeit die Möglichkeit einer klinischen Anwendung evaluiert. Bei einer erfolgreichen Umsetzung werden davon insbesondere Patienten mit Diabetes und altersbedingten Veränderung der Netzhaut profitieren.