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Fokussierte Forschungsthemen

Die Forschung der Universität zu Lübeck konzentriert sich vor allem auf drei Themenfelder, die das Rückgrat der Forschung bilden:

Medizin
Informatik
Biowissenschaften

Erweitert wird dieses Spektrum durch zwei derzeit neu entstehende Felder: Technik und Kulturwissenschaften.

Medizin

Als Teil einer Schwerpunkt-Universität ist die Lübecker Hochschulmedizin in vielfältiger Weise auf die enormen Anforderungen der Medizin des 21. Jahrhunderts vorbereitet. Die Bearbeitung klar umrissener Forschungsfelder und die gezielte interne Förderung von innovativen Vorhaben in einem lebendigen Forschungsumfeld sichern die Voraussetzungen für Exzellenz. Unser Forschungsprofil zeichnet sich nicht nur durch seine Schwerpunkte, sondern auch durch die interdisziplinäre Stärke des Standortes Lübeck aus.  Mehr…

Informatik

Mit elf Instituten erforscht die Informatik an der Universität zu Lübeck eine Vielzahl an Themenbereichen. Allen gemein sind inhaltliche Verknüpfungen mit den weiteren universitären Disziplinen aus Medizin, Technik und Naturwissenschaften.
Die Informatik trägte zudem wesentlich zur Graduiertenschule Computing in Medicine and Life Science bei, die an der Schnittstelle von Informatik, Medizin und Lebenswissenschaften steht. Mehr…

 

Biowissenschaften

In den Biowissenschaften setzt die Universität Schwerpunkte auf Infektion und Entzündung, wo sie am Exzellenzcluster Inflammation at Interfaces und an der Graduiertenschule Computing in Medicine and Life Sciences beteiligt ist, sowie auf die Biomedizintechnik, wo das Forschungsspektrum von der Anästhesietechnik bis zur Zelltechnik reicht.

Lebendige Forschungskooperationen bestehen mit vielen Partnern, beispielsweise mit dem Forschungszentrum Borstel. Mehr…

Technik

Die intensive medizin­technische Forschung an der Universität zu Lübeck wird durch die technischen Forschungs­themen aus dem Bereich der Informatik ergänzt. Hieraus hat sich das Themenfeld Technik entwickelt, dessen Ausbau in enger Kooperation mit den anderen am Campus angesiedel­ten wissenschaftlichen Einrichtun­gen, ins­besondere der Fachhochschule, vorangetrieben wird.  Mehr…

Kulturwissenschaften

Die historische Vielseitigkeit der Hansestadt Lübeck bietet mit ihren Museen und Sammlungen ein spannendes Umfeld für kulturwissenschaftliche Forschungen, insbesondere im Bereich der Medizingeschichte und der Historischen Wissenschaftsforschung. Mehr…


Schwerpunkte der Forschung

Der Schwerpunkt widmet sich dem Studium mikrobieller Noxen und entzündlicher Reaktionsformen. Er wird getragen von acht Instituten und vier Kliniken und ist Bestandteil des Exzellenzclusters Inflammation at Interfaces.

Die Arbeitsgruppen im Schwerpunkt Gehirn, Hormone und Verhalten erforschen die gegenseitigen Beziehungen zwischen zentralnervöser Regulation, Endokrinium und Stoffwechsel sowie normalem und gestörtem Verhalten.

Die Vollendung des humanen Genomprojektes und ein enormer technischer Fortschritt haben in den letzten drei Jahren zu einer Revolution der Genetik komplexer Erkrankungen geführt.

Schwerpunkte im Aufbau

Biomedizintechnik behandelt Themen der Bildgebung bzw. der Signal- und Bildverarbeitung für diagnostische und therapeutische Anwendungen auf Zell- und Organebene.

Am Zentrum für medizinische Struktur- und Zellbiologie steht die Aufklärung der molekularen Grundlagen und der Funktion von Zellen, Viren und Biomolekülen im Vordergrund.

Grundlage für den Aufbau eines Schwerpunktes zu diesem Themenkomplex ist das 2008 gegründete Akademische Zentrum für Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung.

Software Engineering ist die Lehre von den Methoden der Softwarekonstruktion. Ziel der Disziplin ist die Entwicklung methodischer Hilfsmittel zur Erstellung korrekter und effizienter Software.

Veranstaltungen und Termine

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Forschung

Dreifacherfolg des Instituts für Medizintechnik

Drei unterschiedliche Forschungsprojekte auf der BVM ausgezeichnet

Drei Doktoranden des Instituts für Medizintechnik der Universität zu Lübeck wurden auf dem diesjährigen Workshop Bildverarbeitung für die Medizin (BVM) in Berlin für ihre exzellenten Arbeiten ausgezeichnet. Seit 1993 treffen sich die deutschsprachigen Bildverarbeiter jährlich im Rahmen dieses Workshops, um neueste Forschungsergebnisse zu diskutieren.

Sebastian Gollmer konnte sich über einen dritten Preis in der Kategorie beste wissenschaftliche Arbeit freuen, der ihm für seine Forschung auf dem Gebiet der modellbasierten automatischen Segmentierung verliehen wurde. Auch Alina Toma, die den BVM-Posterpreis für ihre Arbeit zur Modellierung des Wachstums von Hirntumoren auf Zellebene erhielt, sowie Marlitt Erbe, ausgezeichnet mit dem BVM-Vortragspreis für ihren Beitrag zur Erforschung und Weiterentwicklung der neuen Bildgebungsmethode Magnetic-Particle-Imaging, freuten sich über die Auszeichnungen. Die Tatsache, dass gleich drei der fünf Preise auf der Konferenz an Teammitglieder unterschiedlicher Forschungsrichtungen des Instituts für Medizintechnik verliehen wurde, zeigt einmal mehr die Vielseitigkeit und Wettbewerbs­fähigkeit des Instituts auf hohem Niveau.

Prof. Dr. Thorsten Buzug, Direktor des Instituts für Medizintechnik, zeigte sich ebenfalls mehr als zufrieden mit dem Abschneiden seines Teams: "Die drei Preise zeigen, dass sie mit ihrer Forschung auf dem richtigen Weg sind. Das ist eine hervorragende Motivation, die die individuellen Leistungen von Alina Toma, Marlitt Erbe und Sebastian Gollmer hervorhebt, aber zugleich auch die wissenschaftliche Qualität unserer drei interdisziplinärer Forschungs­teams würdigt."

Alina Toma (26) hat Mathematik an der Leibniz Universität Hannover studiert und ist seit November 2009 als Doktorandin am Institut für Medizintechnik tätig. Der Preis wurde ihr für die Arbeit In-silico Modellierung der Immunantwort auf Hirntumorwachstum verliehen. Der Beitrag beschreibt den Einfluss der aktivierten Mikrogliazellen, den residenten Makrophagen des zentralen Nervensystems, auf die Progression von Gliome mithilfe mathematischer Modelle.

Sebastian Gollmer (30) hat Medizintechnik an der FH Remagen studiert und machte seinen Abschluss zum Master of Science im gemeinsamen Studiengang Biomedical Engineering der FH und Universität zu Lübeck. Seit Dezember 2009 ist er als Doktorand am Institut für Medizintechnik angestellt. Der Preis wurde ihm für den Beitrag Formmodellbasierte Segmentierung des Unterkiefers aus Dental-CT-Aufnahmen: Ein vollautomatischer Ansatz verliehen. Um eine möglichst exakte dreidimensionale Segmentierung des Knochens automatisch zu erzielen, wird in dieser Arbeit ein statistisches Formmodell benutzt, welches, im Gegensatz zu vorherigen Arbeiten auf diesem Gebiet, automatisch erstellt wird.

Marlitt Erbe (28) studierte theoretische Physik an der Universität Hamburg und arbeitet seit Oktober 2009 am Institut für Medizintechnik in der Arbeitsgruppe Magnetic-Particle-Imaging. Insbesondere beschäftigt sie sich mit der Möglichkeit eine feldfreie Linie für die Bildgebung mit diesem Verfahren zu nutzen. Den Preis für den besten wissenschaftlichen Vortrag erhielt sie für ihren Beitrag Experimentelle Realisierung einer vollständigen Trajektorie  für die magnetische Partikel-Bildgebung mit einer feldfreien Linie. Im Rahmen dieser Arbeit präsentierte sie das weltweit erste System zur Generierung aller für Magnetic-Particle-Imaging mit einer feldfreien Linie notwendigen Magnetfelder.


Forschung

Projektgruppe Bildregistrierung präsentierte sich

Fraunhofer MEVIS: Modernste Mathematik für die Verarbeitung und Analyse medizinischer Bilddaten

Am 9. September 2011 präsentierte sich die Fraunhofer MEVIS Projektgruppe Bildregistrierung an der Universität zu Lübeck in ihren neuen Räumlichkeiten im Hochschulstadtteil Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Die Gründung der Fraunhofer MEVIS Projektgruppe Bildregistrierung erfolgte am 1. April 2010 in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS in Bremen und mit finanzieller Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein. Unter Leitung des Mathematikprofessors Dr. Bernd Fischer arbeiten in der Projektgruppe mittlerweile sieben wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Lösung unterschiedlicher Fragestellungen der medizinischen Bildregistrierung. Die Arbeiten der Projektgruppe erfolgen in enger Zusammenarbeit mit dem zeitgleich gegründeten und in denselben Räumlichkeiten untergebrachten Universitätsinstitut MIC (Institute of Mathematics and Image Computing) sowie mit dem Mutterinstitut MEVIS in Bremen.

Der Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, Jost de Jager, zeigte sich beeindruckt: „Wir unterstützen hier eine sehr leistungsfähige Forschergruppe mit einer großen Anwendungsnähe zu klinischen Fragestellungen. Die Einbindung ins Fraunhofer-Institut MEVIS spricht für wissenschaftliche Exzellenz gepaart mit guten Chancen der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Forschungsergebnisse.“ „Die neuen Räumlichkeiten in direkter Nachbarschaft zum Universitätsklinikum unterstützen in idealer Weise die Zusammenarbeit der Fraunhofer MEVIS Projektgruppe mit den Einrichtungen der Universität zu Lübeck auf dem Gebiet der medizinischen Bildregistrierung“, betont Professor Bernd Fischer. „Sie bieten uns zudem genug Platz für den geplanten Ausbau der Arbeitsgruppen.“

Die Bildregistrierung ist eine junge mathematische Disziplin an der Schnittstelle zwischen Bildverarbeitung, Optimierung, Modellierung und Numerik. Sie wird in vielen praktischen Anwendungen und medizinischen Fragestellungen benötigt. Der hohe Nutzen der Bildregistrierung in der Verarbeitung und Analyse medizinischer Bilddaten liegt in ihrer Möglichkeit, Informationen aus verschiedenen Aufnahmen zu kombinieren oder zu vergleichen.

Die Fraunhofer MEVIS Projektgruppe Bildregistrierung an der Universität zu Lübeck wird im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft (ZPW) des Landes Schleswig-Holstein sowie mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union über einen Zeitraum von fünf Jahren mit insgesamt drei Millionen EURO gefördert. Die Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in München ist mit mehr als 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, einem Forschungsvolumen von 1,65 Milliarden EURO und 60 Instituten die größte Einrichtung für angewandte Forschung in Europa. Fraunhofer-Projektgruppen sind mögliche Vorstufen von Fraunhofer-Instituten.