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Biobank

Netzwerke und Kooperationen

Das ICB-L ist stets an einem wissenschaftlichen Austausch interessiert und ist Teil zahlreicher Netzwerke und Projekte auf nationaler sowie internationaler Ebene.

 

An der Universität zu Lübeck kooperiert das ICB-L mit folgenden Einrichtungen:

 

IT Center for Clinical Research, Lübeck 

AKELOP

Entwicklung einer automatisierten Kryoeinrichtung zur Lagerung organischer Proben (AKELOP)

 

In dem Verbundprojekt mit unterschiedlichen Partnern aus dem akademischen Bereich und der Industrie arbeitet der AKELOP-Verbund an der Entwicklung eines innovativen Systems für die Dauerlagerung und das vollautomatische Handling von biomedizinischen Proben im Tiefkältebereich. Das Projekt wird durch die Europäische Union und das Landesprogramm Wirtschaft mit über 3,205 Mio. Euro gefördert.

 

In immer weiter steigendem Maße werden an Kliniken, Forschungseinrichtungen, und in der Pharmaindustrie organische Proben gewonnen, welche für eine spätere Nutzung unter Tiefstkälte Bedingungen gelagert werden müssen. Hierzu zählen u.a. Blut- und Plasmaspenden sowie insbesondere biologisches Zellmaterial, welches im Rahmen klinischer Prozesse von Patienten entnommen wurde. Ein besonderer Anspruch resultiert aus der Notwendigkeit, Alt- und Neuproben kombiniert zu lagern und zu organisieren sowie in der strikten Einhaltung der Kühlkette, die in einer langfristigen Aufrechterhaltung der Probenintegrität/Qualität resultiert. Im Rahmen des Projekts soll nun ein neuartiges, in hohem Maße flexibles und integrationsfähiges sowie besonders energieeffizientes System zur Dauerlagerung und zum vollautomatischen Handling von biomedizinischen Proben im Tiefkältebereich entwickelt werden. Hierbei werden drei grundsätzliche Innovationen erforscht, entwickelt, zusammengeführt und validiert – ein neuartiges Kühlsystem, das robotergestützte Probenhandling sowie die optimierte Bedienung und Integration mittels mobiler Endgeräte.

 

Die Universität zu Lübeck wird dieses Projekt in einem Verbund zusammen mit dem Fraunhofer EMB, der NNC GmbH und der TEDI GmbH bearbeiten und dabei vor allem durch das Interdisziplinäre Centrum für Biobanking-Lübeck (ICB-L) und durch die Sektion für Translationale Chirurgische Onkologie & Biomaterialbanken vertreten sein. Das ICB-L wird in enger Kooperation mit dem Fraunhofer EMB und dem Universitätskrankenhaus Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, betrieben. Die Erforschung von präanalytischen Einflussparametern im Rahmen des klinischen Biobankings mittels DNA-, RNA-, und Proteinanalysen (OMICS-Technologien) ermöglicht im Rahmen der Kryokonservierung zudem eine Qualitätstestung von klinischen Gewebe- und Flüssigproben für nachgeschaltete molekularbiologische Verfahren der Routinediagnostik. Diese Qualitätstestungen werden in enger Zusammenarbeit mit der Sektion für Translationale Chirurgische Onkologie und Biomaterialbanken (Sektionsleiter Prof. Dr. Dr. med. Jens K. Habermann) mit ihrem Schwerpunkt im Bereich der Proteinanalytik (Abteilungsleiter Prof. Dr. Timo Gemoll) umgesetzt.

 

Für die Entwicklung eines innovativen Produkts vereinigt das Projekt die Expertise der NNC GmbH im Gebiet der Kältetechnologie, der TEDI GmbH in der Entwicklung und Fertigung automatisierter Systeme und dem Sondermaschinenbau und der Fraunhofer EMB in den Bereichen Biobanking und Zellanalyse.

 

Kooperationspartner:

NNCmed GmbH: www.nnc-med-consulting.com

TEDI GmbH: www.tedi-online.com

Fraunhofer EMB: www.emb.fraunhofer.de

 

Universität zu Lübeck: www.uni-luebeck.de/biobank.html, www.chirurgischeforschung-luebeck.de

 

 

BONEBANK

Deutsch-dänische Biobank und Innovationsplattform für Stammzellen zur Knochenregeneration.

Im Projekt BONEBANK, einer deutsch-dänischen Biobank- und Innovationsplattform für Stammzellen in der Knochenregeneration, arbeiten Experten aus Wissenschaft und Industrie aus Deutschland und Dänemark gemeinsam eng zusammen, um i) eine innovative Extraktionsmethode von menschlichen mesenchymalen Stammzellen des Knochenmarks (bone marrow mesenchymal stem cells, BM‑MSCs) aus Routineoperationen zu entwickeln, ii) sie langfristig in einer grenzüberschreitenden Biobank zu kryokonservieren, und iii) die BM‑MSCs für Forschungseinrichtungen und Unternehmen bereitzustellen. Im Moment werden Knochen und Knochenfragmente mit wertvollen Stammzellen im Rahmen von bruchbedingten Routineoperationen entsorgt. Jedoch haben Stammzellen ein hohes Potential für regenerative Therapien (z.B. Osteoarthritis, Rückenmarksverletzungen, Diabetes, Schlaganfall, Myokardinfarkt). Im Projekt BONEBANK werden BM-MSCs aus bruchbezogenen Routine-Operationen zur Erforschung neuer Therapieoptionen zur Verfügung gestellt. Um diese grenzüberschreitende Biobank an den Standorten Odense in Dänemark und Lübeck in Deutschland zu etablieren, ist eine Harmonisierung der Prozesse notwendig wie Standartisierung der Methoden zur Nutzung des Biomaterials für Forschungs- und Behandlungszwecke, Methoden zur Isolierung, Kultivierung und Lagerung von BM-MSCs, Qualitätsbeurteilung von BM‑MSCs und funktionelle Charakterisierung für ihr therapeutisches Potenzial. Harmonisierung und Standardisierung beinhalten auch den Transfer von Daten durch IT-Lösungen nach rechtlichen und ethischen Vorschriften in beiden Ländern.

https://www.bonebank.eu/de/  

 

 

Exzellenzcluster Inflammation at Interfaces

Ziel des Exzellenzclusters Entzündungsforschung ist die Entschlüsselung der molekularen Grundlagen chronisch entzündlicher Krankheiten sowie die vollständige Identifikation von Stoffwechsel- und Signalpfaden als Ansatz für Therapien und Prävention.

Die unvorhergesehene Komplexität und die Breite möglicher Auslöser entzündlicher Erkrankungen erfordern neue wissenschaftliche Strukturen und Vorgehensweisen. Im Exzellenzcluster werden Schlüsselelemente der Entzündungsentstehung auf genetischer, genomischer und funktioneller Ebene detailliert untersucht.

Der Cluster ist eine gemeinsame Unternehmung der Universitäten zu Kiel und zu Lübeck zusammen mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, dem Leibniz Forschungszentrum Borstel und dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, Plön sowie der Muthesius Kunsthochschule Kiel.

Die für den Exzellenzclusters geplante UKSH-Kohorte befindet sich zurzeit in der Pilotphase und wird im Laufe der kommenden Jahre weiter aufgebaut. Das ICB-L koordiniert dabei die Biobank-Aktivitäten in Lübeck. Die wesentlichen Biobank-Aktivitäten in Kiel sowie im Forschungszentrum Borstel finden unter der organisatorischen Leitung des PopGen 2.0 Netzwerks statt.

http://inflammation-at-interfaces.de/de
http://inflammation-at-interfaces.de/de/forschung/biobanken-und-Kohorten
www.uksh.de/p2n/

 

 

GBA

Im Netzwerk die Forschung stärken.

Der German Biobank Node (GBN) ist die zentrale Kooperationsplattform für deutsche Biobanken. Unter dem Dach von GBN arbeiten elf Biobankstandorte in der Biobankenallianz German Biobank Alliance (GBA) zusammen, um die biomedizinische Forschung mit hochwertigen Biomaterialproben und Daten zu unterstützen. Das ICB-L ist Partner dieser Biobankenallianz.

Gemeinsam entwickeln die Biobanken der GBA einheitliche Qualitätsstandards, bauen eine vernetzte IT-Struktur auf und schaffen rechtliche und ethische Richtlinien für das Biobanking. Damit legen sie die Grundlage für die Weiterentwicklung und die Qualitätssicherung des Biobankings in Deutschland und Europa. Gefördert wird die Vernetzung deutscher Biobanken vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

GBN ist weiterhin Partner im europäischen Biobankennetzwerk BBMRI-ERIC, in dem die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch von Biobanken innerhalb Europas im Mittelpunkt steht.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.bbmri.de/