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Biobankenallianz startet Infokampagne

Täglich spenden hunderte Menschen in deutschen Krankenhäusern Biomaterial und unterstützen damit den medizinischen Fortschritt. Doch es gibt Informationsbedarf, wenn es darum geht, wie Biomaterialproben verwendet und gelagert werden – das ergaben Befragungen des Biobankennetzwerks German Biobank Alliance (GBA). Am 7. Juni 2018 startet GBA eine Informationskampagne, die über Biomaterialspenden aufklärt.

Biomaterialien – dazu gehören Blut, Gewebe und anderes Körpermaterial – sind ein unverzichtbarer Rohstoff für die medizinische Forschung. „Mithilfe von Biomaterialien können Ärzte und Wissenschaftler Krankheitsursachen erkennen und neue gezielte Therapien entwickeln“, erläutert Prof. Dr. Jens Habermann, Leiter des Interdisziplinären Centrums für Biobanking – Lübeck und Partner der Biobankenallianz.

Die deutschlandweite Informationskampagne, die aus Plakaten, Flyern und der Website www.biobanken-verstehen.de besteht, beantwortet die häufigsten Fragen zu Biomaterialspenden und gibt einen Einblick in die Arbeit moderner Biobanken. Auf der Website sind Erfolge aus der Forschung nachzulesen: So konnten durch den Einsatz von Bioproben beispielsweise neue Erkenntnisse in der Krebsmedizin sowie über epigenetische Veränderungen durch Übergewicht gewonnen werden.

„Wir möchten mit der Website und dem Informationsmaterial zu mehr Transparenz und Partizipation beitragen“, erläutert Prof. Dr. Michael Hummel, Koordinator der Biobankenallianz, den Hintergrund der Aktion. „Denn Befragungen unter Biomaterialspendern zeigen, dass viele Spender nicht wissen, wofür ihr Biomaterial verwendet wird. Das möchten wir verbessern.“

Über die German Biobank Alliance (GBA)

Unter der Federführung des German Biobank Node (GBN) haben sich Biobanken aus elf deutschen Universitätskliniken in der German Biobank Alliance (GBA) zusammengeschlossen, um die Arbeit der Biobanken bekannter zu machen und ihre Bedeutung für die Wissenschaft in der Öffentlichkeit besser zu vermitteln. Gefördert wird der Verbund vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Pressekontakt: Verena Huth Presse- und Öffentlichkeitsarbeit German Biobank Node (GBN) Tel.: +49 30 450 536 347 Email verena.huth@charite.de

BONEBANK Newsletter no. 3

Im BONEBANK-Projekt werden die Bedingungen für eine Lagerung getestet, die nötig sind, um die Qualität der Biomaterialproben während der gesamten Lagerdauer bis zur späteren Verwendung zu gewährleisten.

  Newsletter no. 3

Zur Erforschung der optimalen Lagerungsbedingungen werden Knochenproben während Routine-Operationen in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) in Lübeck gesammelt und anschließend in das Interdisziplinäre Centrum für Biobanking-Lübeck (ICB-L) transportiert. Das Knochenmaterial wird im ICB-L aufbereitet und aus einem Teil des Knochenmaterials werden die Knochenstammzellen nach standardisierten Arbeitsanweisungen isoliert. Das verbleibende Knochenmaterial sowie die isolierten Knochenstammzellen werden im Folgenden mit speziellen Einfrierflüssigkeiten in dafür vorgesehene barcodierte Einfrierröhrchen überführt. Die Proben werden dann durch Fachpersonal in die automatisierten Stickstofftanks bei Temperaturen unter -150°C im ICB-L eingelagert. Für weitere Untersuchungen werden die eingelagerten isolierten Knochenstammzellen und das Knochenmaterial aufgetaut. Hierbei liegt der Fokus darauf, ob es gelingt, Stammzellen nach dem Einfrieren zu isolieren. Um die Qualität der Proben nach der Lagerung in der Biobank zu prüfen, werden die Stammzellen auf ihre Differenzierbarkeit und ihr Wachstumsverhalten untersucht. Hauptziel ist es, den Lagerungsprozess soweit zu optimieren, dass die Knochenstammzellen für einen therapeutischen Einsatz in der regenerativen Medizin verwendet werden können.  

ICB-L Teilnahme am Biospecimen Research Symposium in Luxemburg

Gemeinsam mit der Integrated Biobank of Luxembourg (IBBL) hat die International Society for Biological and Environmental Repositories (ISBER) vom 27.-28.02.2018 zum ersten Mal das Biospecimen Research Symposium unter dem Motto „Quality matters“ in Luxemburg ausgerichtet. Internationale Experten haben die neusten Erkenntnisse und Entwicklungen auf diesem Gebiet für alle Arten von Biomaterialien (humane Flüssig- und Gewebeproben sowie Umwelt-assoziierte Proben) diskutiert. Prof. Jens Habermann und Frau Dr. Martina Oberländer vom ICB-L haben an dem Symposium teilgenommen und Posterbeiträge zur geschlossenen Kühlkette und zum Deutsch-Dänischen Interreg Projekt „BONEBANK“ präsentiert. Begleitet wurden die beiden von Frau Dr. Svitlana Rosanova aus der Sektion für Translationale Chirurgische Onkologie und Biomaterialbanken, die für ihr Poster mit dem Titel „Influence of different sample preparation methods on the proteome of serum extracellular vesicles“ mit dem Posterpreis ausgezeichnet wurde. Herzlichen Glückwunsch!

Dr. Svitlana Rosanova

TÜV Nord verleiht dem ICB-L ISO 9001:2015 Qualitätszertifikat

Bereits zum zweiten Mal wurde das Qualitätsmanagement-System (QM-System) der Lübecker Biobank rezertifiziert. Am 9. November 2017 wurde die Konformität des QM-Systems, das auf die neuen Gegebenheiten der ISO 9001:2015 Norm angepasst wurde, durch den TÜV Cert Nord auditiert und die Zertifikatsgültigkeit für weitere drei Jahre erteilt. Im Zuge der Rezertifizierung konnte das ICB-L zusätzlich seinen Geltungsbereich um den Bereich „Ausbildung im Klinischen Biobanking“ erweitern. Der neue Geltungsbereich umfasst u.a. Schulungen der Biobank-Partner zur qualitativen Sammlung von Biomaterialien sowie deren Verwaltung mit der Biobankmanagement-Software CentraXX, letztere in Kooperation mit dem Team des IT Center for Clinical Research-Lübeck (ITCR-L) um Geschäftsführerin Dipl.-Phys. Petra Duhm-Harbeck.

Die erfolgreiche Rezertifizierung und Umstellung der Norm auf ISO 9001:2015 bestätigen die kontinuierliche Weiterentwicklung des QM-Systems und das Engagement des ICB-L Management-Teams um Dres. Martina Oberländer, Lena Figge und Regina Maushagen. 

Prof. Habermann ist zukünftiger ESBB President

Bei der diesjährigen Wahl des ESBB Vorstandes auf der Global Biobank Week in Stockholm wurde Prof. Jens Habermann zum zukünftigen Präsidenten gewählt. Seine neue Position wird er zum September 2018 antreten und unterstützt bis dahin als President-Elect die amtierende Präsidentin Dr. Balwir Matharoo-Ball, Direktorin der Nottingham Health Science Biobank, UK. Wir gratulieren Herrn Prof. Habermann ganz herzlich!

Prof. Elke Smits (Past-President of ESBB), Prof. Jens Habermann (President-Elect of ESBB), Dr. Balwir Matharoo-Ball (President of ESBB)

Global Biobank Week 2017 in Stockholm

Gemeinsam mit BBMRI und ISBER hat die ESBB das jährliche Biobanken-Meeting unter dem Motto „Global Biobank Week“ in Stockholm ausgerichtet. Das Team der ICB-L und ITCR-L hat vom 13. bis 15. September 2017 an dem Kongress teilgenommen. Frau Dr. Oberländer hatte die Gelegenheit, einen Vortrag über die „Unterstützung von Präzisionsmedizin und Klinischen Studien durch Krankenhaus-integrierte Biobanken am Beispiel des ICB-L“ sowie über die „Entwicklung einer geschlossenen Kühlkette“ zu präsentieren. Frau Dr. Maushagen konnte in einer Posterpräsentation das „Deutsch-Dänische Interreg Projekt BONEBANK“ und Frau Kock-Schoppenhauer  das Thema „Standardisierung von Biobank-Daten durch HL7 FHIR Mapping“ vorstellen. Prof. Habermann leitete die Sitzung „Establishing Hospital-Based Biobanks as a Foundation for Clinical Trials and Precision Medicine“. Mehr als 800 Biobank-Interessierte aus der ganzen Welt haben an der Global Biobank Week teilgenommen.

Das Team der ICB-L und der ITCR-L auf der GBW in Stockholm

Pressemitteilung - 15.000 Patienten stellen Daten für die Forschung zur Verfügung

Biobank der Universität zu Lübeck hat Aufklärungs- und Einwilligungskonzept erfolgreich etabliert - Klinische Routine- und Forschungsdaten für die maßgeschneiderte Behandlung ›››

Erweiterung der Teststellung

Neben Askion und Sysmex konnte das ICB-L auch einen Kooperationsvertrag mit der Firma Brooks zur Evaluierung des automatisierten Stickstofftanks BioStore III Cryo abschließen. Seit Dezember 2015 steht das erste Gerät in Deutschland im ICB-L und wir freuen uns auf eine spannende Zusammenarbeit. 


4. Nationales Biobanken-Symposium

Das ICB-L und die ITCR-L waren am 9. und 10. Dezember 2015 am 4. Nationalen Biobanken-Symposium in Berlin vertreten. Frau Dr. Figge und Frau Kock haben dabei ihre Poster zu den Themen „Automatisierte DNA-Isolierung aus Vollblut mittels der FreedomEVO®-HSM Workstation am Interdisziplinären Centrum für Biobanking-Lübeck (ICB-L)“ und „i2b2 - Experiences from the German biobank network of colorectal cancer (ColoNet)“ vorgestellt.


ESBB 2015 in London

Das ICB-L und die ITCR-L waren vom 29. September bis 02. Oktober 2015 auf der ESBB in London. Prof. Habermann, Frau Dr. Figge und Frau Duhm-Harbeck hatten jeweils die Möglichkeit in einem Vortrag ihre Arbeiten vorzustellen. Darüber hinaus konnte sich in spannenden Arbeitsgruppen über die Entwicklungen im Biobanking ausgetauscht werden.


Teilnahme am Profiency Testing Program

Im Dezember 2014 hat das ICB-L am Profiency Testing Program (PT Program) der Integrated Biobank of Luxembourg (IBBL) in den Schemata „DNA extraction from whole blood” und „DNA quantification and purity“ erfolgreich teilgenommen. Das PT Program ist vergleichbar mit einem Ringversuch, an dem verschiedene Labore teilnehmen, um ihre Ergebnisse unabhänig bewerten zu lassen.


Erfolgreiche Rezertifizierung

Das im Rahmen der Biobank „Norddeutsche Tumorbank Darmkrebs (ColoNet)“ entwickelte und bereits im November 2011 zertifizierte Qualitätsmanagement-System der Sektion für Translationale Chirurgische Onkologie und Biomaterialbanken (Leitung Prof. Habermann) wurde durch Frau Dr. Oberländer und ihr Biobanken-Team weiterentwickelt und auf die Bedürfnisse des ICB-L seit dessen Gründung 2013 angepasst. Am 4. November 2014 wurde die
Rezertifizierung des QM-Systems nach 9001:2008 durch den TÜV Cert Nord erfolgreich bestanden. Insbesondere wurden dabei die Prozesse hinsichtlich der Probenannahme, Aufbereitung und Lagerung der
Biomaterialien sowie deren Sicherung und Rückverfolgbarkeit mit Auszeichnung bewertet.


3. Nationales Biobanken-Symposium

Das ICB-L war am 3. und 4. Dezember 2014 am 3. Nationalem Biobanken-Symposium in Berlin vertreten.


ESBB 2014 in Leipzig

Das ICB-L war vom 21. bis 24. Oktober 2014 auf der ESBB in Leipzig. Es waren spannende und interessante Tage, rund um Biobanken.


GMDS Jahrestagung 2014 in Göttingen

An der Jahrestagung der GMDS 2014 in Göttingen war auch das Team der ICB-L & ITCR vertreten. Wir danken für die interessante Vorträge und inspirierende Diskussionen.


Workshop "Cryo/Biobanking" des DIN-Arbeitsausschusses

Im Juni haben Frau Dr. Martina Oberländer, Frau Petra Duhm-Harbeck und Herr Prof. Habermann vom ICB-L am Workshop "Cryo/Biobanking" des DIN-Arbeitsausschusses Biotechnologie in Berlin teilgenommen, um gemeinsam mit Experten über die Standardisierung und Normierung von Biobanken zu sprechen. In der Zeitschrift "Transkript" (Ausgabe Nr. 7-8, 20. Jahrgang 2014) wurden die Ergebnisse des Workshops zusammengefasst. [PDF]


2. Nationales Biobanken-Symposium 2013 in Berlin

Das ICB-L war vom 11. bis 12. Dezember 2013 an dem 2. Nationalem Biobanken-Symposium 2013 in Berlin vertreten. Wir danken für die spannenden und interessanten Tage.


ESBB 2013 in Verona

Das ICB-L war vom 8. bis 11. Oktober 2013 auf der ESBB in Verona vertreten. Es waren spannende und interessante Tage, rund um Biobanken.

Kongressteilnehmer der ICBL
v.l.n.r: PD Dr. J. Ingenerf, Frau N. Gründer, M. Hackmann, Frau R. Kaatz, Frau Dr. M. Oberländer, Prof. Dr. Dr. J. Habermann, Frau P. Duhm-Harbeck, M. Petzold

GMDS Jahrestagung 2013 an der Universität zu Lübeck

An der Jahrestagung der GMDS 2013 in Lübeck war auch das Team der ICB-L vertreten. Wir danken für die interessanten Vorträge und inspirierende Diskussionen.