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4. November 2006
Beste Jobaussichten in den Life Sciences
Erste Studienabgänger der Lübecker Molecular Life Science verabschiedet

Im Rahmen eines Festaktes werden am 4. November 2006 in Lübeck die ersten Studenten des Master-Studienganges "Molecular Life Science" verabschiedet. Der Studiengang spiegelt eine kleine Erfolgsgeschichte wieder.

Molecular Life Science in Lübeck (Fotos: Bachelor-Abschluss 2006)
Erstmalig eingeführt wurde das innovative Lübecker Studium 2001. Für die ersten Absolventen, die nun in das Berufsleben entlassen werden, beginnt der Master-Abschluss aber nicht mit der Suche nach einem Job. Über 80 Prozent von ihnen hatten bereits vor dem endgültigen Abschluss eine feste Arbeitsplatzzusage, wobei die meisten von ihnen eine Promotion anstreben - bevorzugt in Deutschland. Damit wird nicht nur die wachsende Attraktivität des Forschungsstandortes Deutschland unterstrichen, sondern auch die Qualität der Lübecker Ausbildung.

Feste Jobzusage schon vor Studienabschluss
Prof. Dr. Rolf Hilgenfeld, Direktor des Instituts für Biochemie der Universität zu Lübeck, zieht ein positives Resümee: "Dieser erste Jahrgang unseres Studienganges 'Molecular Life Science' besteht aus hoch motivierten jungen Leuten. Gemeinsam mit ihnen ist es uns gelungen, das Lehrprogramm stetig zu verbessern. Viele Studierende aus diesem Jahrgang wurden uns bereits nach ihrem Bachelorabschluss von angesehenen Universitäten sprichwörtlich aus der Hand gerissen".

Auch der Rektor der Lübecker Universität, Prof. Dr. Peter Dominiak, sieht in dem Studium ein erfolgreiches Modell: "Molecular Life Science passt hervorragend zum Motto der Universität 'Im Focus das Leben', denn sie vermittelt die molekularen Grundlagen der Lebenswissenschaften. Sie stellt damit auch das Bindeglied zwischen Technisch-Naturwissenschaftlicher Fakultät und Medizinischer Fakultät dar und hat enorm dazu beigetragen, die Existenz unserer Universität zu stabilisieren."

Mit Biowissenschaften, theoretischer Medizin und Mathematik/Informatik liegt der Ausbildungsschwerpunkt des Studiums in der molekularen Zell- und Strukturbiologie mit Anwendung in der Medizin. Im Bachelor-Studiengang werden Grundlagen in den naturwissenschaftlichen Fächern vermittelt, beim Master stehen Immunologie, Virologie, Onkologie sowie Endokrinologie, Regenerative Medizin und Infektionsbiologie auf dem Lehrplan. Durch die enge Kooperation der Technisch-Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Fakultäten mit dem Forschungszentrum Borstel (Leibniz-Gemeinschaft) wird die hohe Qualität der interdisziplinären Ausbildung gewährleistet. 

Studien begleitend gründete sich zudem aus dem ersten Jahrgang eine Geschäftsstelle der bundesweit organisierten biotechnologischen Studenteninitiative e.V. Die btS e.V. ist eine unabhängige studentische Vereinigung. Ziel des Vereins ist es, allen interessierten Studenten einen über die Vorlesungen und Seminare hinausgehenden Einblick in die Praxis zu vermitteln und den Übergang in die Berufswelt zu erleichtern. So werden u.a. durch Kontakte zu Unternehmen der Life Science Branche weiterbildende Veranstaltungen und Workshops organisiert. Die fachliche Kompetenz wird so durch einen Blick über den Tellerrand ergänzt.

Absolventin und btS-Mitglied Jessica Cordes fasst ihre Erfahrungen zusammen: "Tauscht man sich mit Studierenden ähnlicher Studiengänge aus, so kann die Lübecker Molecular Life Science sehr gut konkurrieren. Wir sind vergleichsweise gut ausgebildet und das Bachelor/Master-System gewährleistet eine Integration praktischer Arbeiten in den Studienplan. Die vorlesungsfreie Zeit haben viele Studierende für freiwillige Praktika genutzt."

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