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Aktuelles zur Schülerakademie

Infektionsdynamik mit Netzwerken modellieren

Samstag, 28.11.2020

Ein DIGITALES Projekt für Oberstufenschülerinnen und -schüler – Auftaktveranstaltung am 28. November


Seit dem Frühjahr 2020 bestimmt die Corona-Pandemie unser gesellschaftliches Leben. Nach zwischenzeitlicher Beruhigung des Infektionsgeschehens steigen die Infektionszahlen seit September wieder deutlich an; nicht nur bei uns - auch in vielen europäischen Ländern. Um die richtigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und medizinischen Maßnahmen für das weitere Infektionsgeschehen vorzubereiten, wäre es sehr hilfreich, den weiteren Verlauf der Pandemie prognostizieren zu können.

Ein solches realistisches Modellieren der zeitlichen Entwicklung von Pandemien erfordert eine enge Zusammenarbeit von verschiedenen Disziplinen, besonders von Mathematik und Biologie. Komplexe Computersimulationen - die das Fachwissen aus verschiedenen Disziplinen berücksichtigen und die Infrastruktur möglichst gut abbilden - helfen, die Ausbreitungsmechanismen von Infektionen zu verstehen und die Ausbreitung zu kontrollieren.

  • Möchtest Du Einblicke in solche Simulationen gewinnen?
  • Möchtest Du selbst Ausbreitungsmechanismen untersuchen und Dir den dazu nötigen biologischen Hintergrund erarbeiten?
  • Möchtest Du über Entscheidungen zur Eindämmung von Infektionszahlen diskutieren?

Dann nimm an unserem digitalen Projekt "Infektionsdynamik mit Netzwerken modellieren" teil. Zentraler Bestandteil wird insbesondere die Betrachtung von Netzwerken sein; speziell von Kontakt- und Reisenetzwerken. Es spielen Fragen wie „Wer trifft wen?“, „Was sind die Orte mit vielen Besuchern?“, „Zwischen welchen Orten gibt es eine Flug- oder Bahnverbindung?“ eine wichtige Rolle. Wichtig sind aber auch die Faktoren "Super-Spreading", Reproduktionszahlen, Übertragungswege und Herdenimmunität. Insbesondere soll die aktuelle Covid-19-Pandemie thematisiert werden, aber auch andere Infektionskrankheiten sind von Interesse. Vergleichende Modellierungen sollen zeigen, wie sich der Verlauf des Infektionsgeschehens verändert, wenn andere Krankheitserreger betrachtet werden, für die z.B. andere Basis-Reproduktionszahlen oder eine höhere Herdenimmunität vorliegen.

Du solltest Interesse am Programmieren und an algorithmischem Arbeiten haben. Die Kenntnis einer speziellen Programmiersprache ist nicht erforderlich. Um das Infektionsgeschehen möglichst realistisch abbilden zu können, werden in diesem Projekt auch die entsprechenden biologischen bzw. virologischen Grundkenntnisse vermittelt.

Zeitlicher Verlauf des Projekts

Die gemeinsame Online-Auftaktveranstaltung findet am Samstag, dem 28. November 2020, statt. Diese Veranstaltung dient dem Kennenlernen und der Vermittlung erster Grundlagen in Mathematik und Biologie. Weitere gemeinsame Online-Veranstaltungen werden im Februar 2021 und zum Projektende im April 2021 stattfinden. Bei diesen Veranstaltungen soll es Beiträge und Präsentationen der Teilnehmenden geben. Die eigentliche aktive Bearbeitung des Themas wird online mit verschiedenen Veranstaltungsformaten stattfinden, die im Wesentlichen von drei Studierenden des Lübecker Studiengangs "Mathematik in Medizin und Lebenswissenschaften" moderiert und angeleitet werden. Bei der Terminierung und Durchführung dieser Bearbeitungsphase wird ausreichend Rücksicht auf die Vorkenntnisse und Terminpläne der Teilnehmenden genommen.

Du solltest wöchentlich durchschnittlich zwei bis drei Stunden Zeit für das Projekt haben.

Die Teilnahme am Projekt ist kostenfrei.

Veranstalter und Förderer des Projekts ist das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.

Durchgeführt wird das Projekt von zwei Einrichtungen an der Universität zu Lübeck,

 

  • der Lübecker Initiative Mathematik (LIMa), Prof. Dr. Karsten Keller, karsten.keller@uni-luebeck.de
  • dem Lübecker offenen Labor (LoLa), PD Dr. Bärbel Kunze, baerbel.kunze@uni-luebeck.de

Aktuelle Informationen zum Projekt und Anmeldebogen unter https://salue.uni-luebeck.de/pandemie

 

 

Samstag, 24.10.2020