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Gefährdungen der Wissenschaftsfreiheit – offene und heimliche

Freitag, 27.02.2026

Vortrag im Studium Generale "Wissenschaft unter Druck" am 15. April (18 :30 Uhr, Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung, Königstraße 42)

Gute Wissenschaft ist kritisch und Wissenschaft braucht Kritik. Aber heute beobachten wir etwas anderes: Nicht einzelne wissenschaftliche Ansichten und Theorien werden mit Argumenten kritisiert, sondern Wissenschaft gerät insgesamt unter Druck. Sie wird politisch für irrelevant gehalten, als einseitig dargestellt und ideologisch bekämpft. Gleichzeitig werden die Erwartungen an Wissenschaft immer höher. Sie soll effizient sein, schnelle Innovationen liefern und die ökonomische Konkurrenzfähigkeit sichern.

In diesem Strudel widerstreitender Erwartungen und Interessen droht Wissenschaft als Erkenntnisgewinn zu verlieren und die wissenschaftliche Bearbeitung gesellschaftlicher Problemlagen auf der Strecke zu bleiben. Wenn der wissenschaftsfeindliche Populismus gewinnt, geht es nicht mehr um Erkenntnis, um Wahrheit und Werte, sondern um Macht. Es ist an der Zeit, über Wissenschaft und Freiheit neu nachzudenken.

Die Vorlesungsreihe „Wissenschaft unter Druck“ im Studium Generale im Sommersemester 2026 will aktuelle Gefahren für Wissenschaft in den Blick nehmen. Die Vorträge fragen nach den gegenwärtigen Bedingungen des Funktionierens von Wissenschaft in demokratischen Gesellschaften und will Potenziale ihrer Resilienz freilegen.

Die Vortragstermine

  • 15. April: Gefährdungen der Wissenschaftsfreiheit – offene und heimliche (Uwe Schimank, Bremen)
  • 29. April: Demokratischer Wandel und Wissen (Jan Groos, Berlin)
  • 13. Mai: Politik und Wissenschaften: (K)eine Liebesbeziehung? (Frieder Vogelmann, Freiburg)
  • 21. Mai: Nützlich, relevant, ihr Geld wert? Wissenschaft zwischen (populistischen) Verführungen und Zumutungen (Paula Irene Villa, München)
  • 3. Juni: Im Auge des Sturms: Zu den politischen Angriffen und den Verletzlichkeiten der Klimaforschung (Silke Beck, München)
  • 17. Juni: Wissenschaft im Exil: Der Fall Weißrussland (Olga Shparaga, Hagen)
  • 1. Juli: Haltung zeigen! Zur Demokratieverantwortung der Wissenschaft (Amrei Bahr, Stuttgart)
  • 8. Juli: Wissenschaft unter Druck - Erfahrungen aus den USA (Andreas Killen, New York, und Karin Harrasser, Wien)

Vorträge jeweils um 18:30 Uhr im Hörsaal des IMGWF/ZKFL (Königstr. 42, 23552 Lübeck).

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zu der Vortragsreihe finden Sie in Kürze unter:


 

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