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Epistemische Ungerechtigkeiten im Gesundheitswesen

Freitag, 05.06.2026

Prof. Dr. Mirjam Faissner (Foto: privat)

Einzelfall oder strukturelles Problem? - Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Mirjam Faissner am 23. Juni (18 Uhr c.t., Hörsaal des Instituts für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung, Königstraße 42)

Die Gesundheitsversorgung beruht auf dem erfolgreichen Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen Patient*innen und Fachpersonal – doch was geschieht, wenn dieser Austausch nicht funktioniert? In ihrem Vortrag „Epistemische Ungerechtigkeit im Gesundheitswesen – Einzelfall oder strukturelles Problem?“ führt Mirjam Faissner in das philosophische Konzept der epistemischen Ungerechtigkeit ein und diskutiert praktische Implikationen.

Sie geht der Frage nach, warum sich Menschen im Gesundheitswesen immer wieder nicht ernst genommen oder unverstanden fühlen, und setzt diese Erfahrungen in Beziehung zu strukturellen Mustern gesellschaftlicher Ungleichheit. Dabei beleuchtet sie, wie Stereotypisierungen und der Ausschluss relevanten Wissens einer guten Gesundheitsversorgung im Wege stehen können – insbesondere für marginalisierte Personen.

Seit dem 1. April 2026 verstärkt Prof. Dr. Mirjam Faissner das Team des Instituts für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung als W2-Professorin für Theorie und Ethik der Biowissenschaften. Mirjam Faissner ist Ärztin und Philosophin. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit normativen Fragen im Gesundheitswesen mit einem besonderen Fokus auf Diversität, (Un-)Gerechtigkeit und Partizipation.

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