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Preise und Auszeichnungen
Thomas Fredenhagen, Quelle: Wikipedia

Thomas-Fredenhagen-Preis der Kaufmannschaft zu Lübeck für Technologietransfer und Patente

Thomas-Fredenhagen-Preis der Kaufmannschaft zu Lübeck für Technologietransfer und Patente der Universität zu Lübeck gefördert durch die Professor Hans-Heinrich Otte Stiftung


Die Kaufmannschaft zu Lübeck, die Professor Hans-Heinrich Otte Stiftung und die Universität zu Lübeck verleihen ab 2016 jährlich alternierend den Thomas-Fredenhagen-Preis der Kaufmannschaft zu Lübeck für besondere Leistungen und Aktivitäten im Bereich des Technologietransfers sowie der Patent- und Schutzrechtsentwicklung. Der Preis konzentriert sich auf den Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis, er fördert die interdisziplinäre Perspektive.

Die Idee des Preises unterstreicht die Notwendigkeit eines intensiven Austausches zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Prämiert werden beispielgebende Projektaktivitäten beziehungsweise Innovationen von Instituten, Arbeitsgruppen oder auch Einzelpersonen. Kriterien für die Preisvergabe sind der Erfolg und die Innovationshöhe der Aktivitäten sowie die Bereitschaft und Fähigkeit der Preisträger_innen, über den Projektverlauf sowie die Herausforderungen und deren Bewältigungen öffentlich und verständlich zu berichten. 

Der Thomas-Fredenhagen-Preis der Kaufmannschaft zu Lübeck ist dank des Engagements der Professor Hans-Heinrich Otte Stiftung mit einem Preisgeld von 10.000 Euro ausgestattet. Der Preis wird jährlich wechselnd verliehen als Thomas-Fredenhagen-Preis der Kaufmannschaft zu Lübeck für Patente und Schutzrechtsentwicklung bzw. als Thomas-Fredenhagen-Preis der Kaufmannschaft zu Lübeck für Transfer und Wirtschaftskooperationen.

Engagierte Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Projektteams, die wissenschaftliche Projektergebnisse in eine wirtschaftliche Wertschöpfung überführen, sind eingeladen, sich mit ihren Projekten zu bewerben. Zum Zeitpunkt des Vorschlags oder der Bewerbung muss die Einzelperson oder das Team an der Universität zu Lübeck forschen, arbeiten oder studieren.

Die Auswahl erfolgt durch Vertreter_innen der Universität zu Lübeck in der Person des Vizepräsidenten für Transfer, der Kaufmannschaft zu Lübeck, der Professor Hans-Heinrich Otte Stiftung, sowie dem Präsidenten der Universität zu Lübeck.

Der Thomas-Fredenhagen-Preis der Kaufmannschaft zu Lübeck wird im Rahmen des Jahresempfangs der Universität zu Lübeck am verliehen.

Der Namensgeber

Thomas Fredenhagen (* 25. Oktober 1627 in Lübeck; † 20. April 1709 ebenda) gehörte zu den Kaufleuten, die im 17. Jahrhundert Lübecks Wirtschaft belebten, im Außenhandel mutig neue Wege einschlugen und von der Partenreederei — einer Gesellschaftsform des deutschen Seehandelsrechts — zur risikoreicheren, aber einträglicheren Eigenreederei wechselten.

Seit 1680 Kirchenvorsteher der Marienkirche, stiftete Fredenhagen 1697 den als Fredenhagen-Altar bekannten barocken Hochaltar aus Marmor, der von Thomas Quellinus aus Antwerpen geschaffen wurde. Es handelte sich damals um die größte Stiftung an eine Lübecker Kirche seit der Reformation.

Der Stifter

Mehr als ein halbes Jahrhundert hat Prof. Hans-Heinrich Otte die Geschicke der heutigen BDO AG mitbestimmt. Wegweisende Anstöße für die Weiterentwicklung der Wirtschaftsprüfung in Europa sind von ihm ausgegangen. Als Unternehmer ist Hans-Heinrich Otte bisher der Einzige, dem es gelungen ist, von Zentraleuropa und insbesondere von Deutschland ausgehend, eine weltumspannende Wirtschaftsprüfungsorganisation erfolgreich zu etablieren. Als einer der ersten seines Fachs erkannte er die Bedeutung und Tragweite der Globalisierung. 

Der gebürtige Lübecker hat sich neben seinen beruflichen Verdiensten stets für die sozialen und kulturellen Belange der Hansestadt eingesetzt. In vielfältiger Form hat er sich zum Beispiel für den Aufbau seiner durch Bomben zerstörten Vaterstadt stark gemacht. Für sein vielseitiges Engagement erhielt Otte im Jahr 2006 den Ehrentitel „Professor“, eine der höchsten Auszeichnungen des Landes Schleswig-Holstein.

Die Kaufmannschaft zu Lübeck

Ihren Ursprung hat die Kaufmannschaft zu Lübeck in den „gemenen copmen by der travene“ - den Handeltreibenden Kollegien - die nach der Gründung Lübecks, Mitte des 12. Jahrhunderts, die wirtschaftliche Selbstverwaltung übernahmen. Heute ist die Kaufmann-schaft eine Vereinigung von Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften aus der Region Lübeck, die in Wirtschaft und Gesellschaft leitend tätig sind und die Ziele der Kaufmannschaft zu Lübeck unterstützen. Derzeit umfasst die Organisation ca. 600 persönliche Mitglieder aus Industrie, Handel, Dienstleistungen, freien Berufen, dem Handwerk und wirtschaftsrelevanten Einrichtungen.