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Bachelor Medizinische Informatik

Der Bachelor-Studiengang Medizinische Informatik

Steckbrief

Bezeichnung
Bachelor-Studiengang
Medizinische Informatik

Zu verleihender Hochschulgrad
Bachelor of Science (B.Sc.)

Regelstudienzeit
6 Semester

Studienbeginn
zum Wintersemester

Zulassungsbeschränkungen
zulassungsfrei: es gibt keinen Numerus Clausus

Anzahl ECTS-Punkte
180 ECTS

Akkreditierung
ASIIN e.V.

Studienanfänger
ca. 60 pro Jahr

Studiengebühren
keine

Berufsbild

Als Medizininformatikerin oder Medizininformatiker arbeiten Sie bei IT-Firmen im Gesundheitswesen, in Krankenhäusern, bei Medizin­technik­firmen, Pharma­firmen, Ver­sich­erun­gen oder Forschungs­instituten.
Sie entwickeln medizinische Informations­systeme, verbessern die Diagnostik oder Operations­planung und -durchführung, lösen Probleme im Daten­management oder unterstützen die Forschung durch Analyse und Inter­pretation von medizinischen Daten. Als Medizin­informatikern/innen mit Ausrichtung auf bio­informatische Themen können Sie helfen, die vielfältigen Daten­verarbeitungs­probleme in der Pharma­forschung zu lösen, vom Hochdurchsatz-Screening über Genom­analyse bis zum Drug-Design.
Darüber hinaus ist die Ausbildung so fundiert und vielseitig, dass Sie auch außerhalb der Medizin als Informatiker/in arbeiten können.

Die Lernergebnisse des Studiengangs – was Sie am Ende können

Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs können eine Berufstätigkeit als Medizinische Informatikerin bzw. Informatiker ausüben und ein Masterstudium im Bereich der Medizinischen Informatik aufnehmen. Sie verfügen dazu über Qualifikationen und Kompetenzen in unterschiedlichen Bereichen der Medizinischen Informatik:

  1. Sie verstehen die zentralen Konzepte und Methoden der Medizinischen Informatik und können diese präsentieren und auf Anwendungskontexte abbilden.
  2. Sie haben ein fundiertes Fachwissen in der Informatik und Mathematik im Hinblick auf Anwendungen in der Medizin.
  3. Sie haben fundierte Grundkenntnisse in der Medizin und besitzen einen Überblick über die Zusammenhänge innerhalb und außerhalb der medizinischen Anwendungen.
  4. Sie kennen die wissenschaftlichen Grundlagen des Fachs, wodurch sie passende informatorische, mathematische, technische und methodische Hilfsmittel in theoretischen wie praktischen Kontexten auswählen und einsetzen können.
  5. Sie können Programme in Industriestandard-Programmiersprachen schreiben.
  6. Sie können die wichtigsten Algorithmen, Datenstrukturen und Methoden zur Lösung von Problemen detailliert erläutern und konkret implementieren.
  7. Sie können besondere Probleme und Möglichkeiten, die komplexe Informatik-Systeme im medizinischen Bereich hervorrufen, benennen und ihre Relevanz einschätzen.
  8. Sie können Anwendungsprobleme mit verschiedenen Mitteln der Medizinischen Informatik in Teams lösen. Dabei sind sie in der Lage, Randbedingungen und Qualitätsstandards über alle Phasen der Systementwicklung hinweg zu identifizieren und einzuhalten.
  9. Sie können Software modellieren, konstruieren, ihre Korrektheit beweisen und sie testen. Hierzu kennen sie relevante Methoden und können diese erläutern und anwenden.
  10. Sie können die Grundprinzipien, den Aufbau und die Funktionsweise von Computern und wichtigen Informatiksystemen erläutern.
  11. Sie können zu konkreten Problemstellungen abstrakte Modellierungen erstellen, können auf Ebene der abstrakten Modelle Eigenschaften diskutieren und die Ergebnisse theoretischer Untersuchungen wieder auf praktische Problemstellungen anwenden.
  12. Sie können die Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Verfahren einschätzen.
  13. Sie verfügen speziell über Kenntnisse in den Bereichen eHealth, Medizinische Bild- und Signalverarbeitung sowie Bioinformatik, die sie in die Lage versetzen, medizinische Informatik-Systeme benutzer-, aufgaben- und kontextgerecht zu gestalten sowie umfassend zu evaluieren.
  14. Sie haben medizinische Grundkenntnisse, die ein tieferes Verständnis von Fragestellungen der Medizin ermöglichen und die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams vereinfachen.
  15. Sie sind auf Grund ihrer fächerübergreifenden Kompetenzen auf einen flexiblen Einsatz in unterschiedlichen Berufsfeldern vorbereitet.

Über diese fachlichen Kompetenzen und Qualifikationen hinaus können sie Folgendes: 

  1. Sie können ihre eigene Arbeit effizient organisieren und strukturieren.
  2. Sie können sich durch Anwendung von Lerntechniken effizient neues Wissen aneignen. Sie können dadurch ihr Wissen eigenverantwortlich ergänzen, vertiefen und an die Entwicklung des Fachs anpassen.
  3. Sie können Teams bilden und effizient und effektiv arbeiten.
  4. Sie können Sachverhalte verständlich erläutern unter Einsatz moderner Medien und Vortragstechniken.
  5. Sie können wissenschaftliche Sachverhalte recherchieren, diese kritisch überdenken und argumentativ gegenüber Fachleuten und Fachfremden vertreten.

 

 

 

Persönliche Beratung durch:

Heinz Handels Prof. Dr. Heinz Handels
Studiengangsleiter Medizinische Informatik
Jan-Hinrich Wrage Dipl.-Inform. Dr. med. Jan-Hinrich Wrage
Studiengangskoordinator Medizinische Informatik
Sabine Voigt Dr. Sabine Voigt
Studierenden-Service-Center