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Studium generale

Sonntag, 22.04.2018

Karl Marx und die ökologische Kritik

Das Problem der Naturzerstörung als Grenze des Kapitalismus - Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. em. Birgit Mahnkopf (Berlin) am 21. Juni (19:15 Uhr, Audimax)

Neuer Termin: Der jetzt auf den 21. Juni verlegte Vortrag war ursprünglich für den 24. Mai angekündigt.

Politische Krisen, ökonomische Armut und Hunger waren Vorboten für die Revolutionen 1848 in vielen Ländern Europas, so auch in England, Frankreich und in Deutschland: Eine Art europäischer Frühling fand statt, „ein Gespenst ging um in Europa“, wie Karl Marx und Friedrich Engels im kommunistischen Manifest formuliert haben, in dem der Klassenkampf und die internationale Solidarität des Proletariats als Grundlage zur Überwindung des Kapitalismus beschworen werden.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der Auflösung der DDR in der Bundesrepublik schienen Marx und die Grundpositionen des Marxismus ausgesorgt zu haben. Doch wenige Jahre später (und nicht erst seit der Finanzkrise 2008/09) erlebte die Kapitalismuskritik eine Renaissance. Marx wurde wieder zu einem der wichtigsten Bezugspunkte für ökonomische, philosophische und gesellschaftspolitische Debatten – sei es in kritischer Abgrenzung oder in positiver Bezugnahme. Gestern noch scheinbar veraltete Begriffe wie „Arbeit“, „Klassenkampf“ oder „Ideologie“ werden heute im Rahmen von feministischen, postkolonialen und globalisierungskritischen Politikentwürfen neu interpretiert: Welche Impulse geben Marx‘ Werke für die gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen von heute und morgen? Dieser Frage widmet sich das Studium generale in diesem Semester in vier Vorträgen.

In wöchentlichen Terminen bietet Christina Schües einen Lektürekurs als Wahlfach zur selbständigen Auseinandersetzung mit einigen Schriften von Marx an.

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