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Promotionskommission

Newsletter der Promotionskommission 2017

Newsletter aus der Promotionskommission 2017

Mit diesem Newsletter möchte Ihnen die Promotionskommission einige aktuelle Informationen zu den Promotionen des letzten Jahres und zur Tätigkeit der Kommission geben.

  1. Daten zu den Promotionen im letzten Jahr

    Die Promotionskommission besteht aus 16 Professoren und 2 studentischen Mitgliedern und tagt monatlich ohne Pause durch Semesterferien.

    Im letzten Jahr wurden 142 Doktorarbeiten erfolgreich abgeschlossen, 30 % der neuen Doktoren sind männlichen Geschlechts. Es hat sich folgende Notenverteilung ergeben:

    rite 8,5 %, cum laude 57,7 %, magna cum laude 27,5 % und summa cum laude 6,3 %.

    4 Arbeiten konnten nicht erfolgreich abgeschlossen werden.
    Leider wird seit diesem Jahr die arbeitsintensive Tätigkeit der Promotionskommission nicht mehr durch LOM-Punkte „belohnt“. Dies hat zum Austritt einiger Mitglieder aus der Kommission geführt.

  2. Verbesserung von Doktorarbeiten
    Etwa ein Drittel der Arbeiten wurde nach der Diskussion in der Promotionskommission den Doktoranden zur Verbesserung oder Klarstellung zurückgegeben. Nach der abgeschlossenen Veränderung konnten dann oft bessere Prädikate erzielt werden. Gründe für die Korrekturaufforderungen waren insbesondere fehlende Ethikvoten, unzureichende statistische Methodik oder Formfehler (z.B. fehlerhafte Literaturverzeichnisse).

  3. Zufriedenheit mit der Promotion
    Etwa 60 % aller Doktoranden und Doktorandinnen füllten nach dem Promotionsverfahren anonymisiert einen Fragebogen zur "Zufriedenheit mit der Promotion" aus. In der großen Mehrheit waren die Doktorandinnen und Doktoranden mit der Betreuung ihrer Dissertation zufrieden. Es gibt aber durchaus auch unzufriedene Absolventen. 73 % der Befragten beurteilten ihre Dissertationsbetreuung als "sehr gut" oder "gut", für 7 % war sie "ausreichend" und 3 % beurteilten sie als "mangelhaft". Männer und Frauen unterschieden sich dabei nicht.

  4. Promotionspreis
    Es wurde von der Universität wieder die beste Promotionsarbeit mit dem Otto-Roth-Preis ausgezeichnet. Diesjährige Preisträgerin ist Frau Dr. med. Johanna Schuchard, die ihre Doktorarbeit im Institut für klinische und experimentelle Pharmakologie und Toxikologie anfertigte.

    Dr. med. Louisa Bolm wurde 2018 für ihre Dissertation „Die Rolle von Tumor-assoziierten Fibroblasten, desmoplastischer Stromareaktion und translationalen Prognosefaktoren bei duktalem Adenokarzinom des Pankreas und Ampullenkarzinom“ mit dem Otto-Roth-Preis ausgezeichnet.

    Risiken bei Promotionen
    Die Promotionskommission hat sich mit den Merkmalen von Arbeiten beschäftigt, die eher dem schlechteren Notenbereich (Benotung 3,0 oder schlechter) zuzuordnen sind. Diese Arbeiten wurden häufiger von Doktorvätern oder Doktormüttern betreut, die nicht mehr an der Universität zu Lübeck tätig sind. Ein zweites Merkmal bei schlechter benoteten Arbeiten ist, dass die Thematik der Arbeit nicht im eigentlichen wissenschaftlichen Schwerpunkt des Betreuers oder der Betreuerin anzusiedeln war. Für beide Problembereiche empfiehlt es sich, Unterstützung durch Fachkompetenz aus den relevanten Instituten oder Kliniken der Universität zu Lübeck mit einzubinden.

     

  5. Problemfeld: Autorenschaft von Doktoranden
    Erfreulicherweise hat ein Problem im letzten Jahr eher abgenommen: Es wurden kaum mehr Dissertationsdaten ohne Nennung des Doktoranden oder der Doktorandin in der Autorenschaft in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert.