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Projektübersicht

Bachelorprojekte

Im 5. Bachelorsemester erarbeiten die Studierenden der Medieninformatik im Rahmen der Veranstaltung "Bachelorprojekt UI- und Mediendesign" ein interaktives, multimediales System in einem vollständigen und menschenzentrierten Entwicklungsprozess, d.h. die Planung und Durchführung eines Projektes von der Analyse des Nutzungskontextes bis zum Produktiveinsatz in arbeitsteiliger Gruppenarbeit unter Einhaltung von Standards und Terminen.

Hier möchten wir eine Auswahl an bereits abgeschlossenen Bachelor-Projekten vorstellen.

Wintersemester 2017/2018


Studiengang-Informationssystem

In diesem Bachelorprojekt wurde auf Basis neuer Webtechnologien ein Informationssystem für den Studiengang Medieninformatik entwickelt. Diese Web-Anwendung hat das Ziel, alle relevanten Informationen zum Studiengang Medieninformatik, zu der Universität und dem Campusleben an einem Ort bereitzustellen. Dabei sollte das System vor allem die Aufgabe erfüllen, den Studierenden – insbesondere aus dem ersten Semester – alle notwendigen Informationen zum Studium zur Verfügung zu stellen. Andererseits dient es als Repräsentation des Studiengangs für Interessierte, beispielsweise auf Messen sowie als Hilfsmittel für die Studiengangskoordinatoren zur Beratung bezüglich des Studiengangs.

Administrationssystem für das Studiengangsinformationssystem

Das Ziel des Bachelor-Projektes war es, ein neues Administrationssystem für die Nutzer zu erstellen. Dieses System sollte durch ein Content Management System (CMS) umgesetzt werden. Mit dessen Hilfe sollten auch zu späteren Zeitpunkten einfach neue Inhalte in eine Datenbank eingetragen und gespeichert werden. Das CMS sollte ebenso die für das Frontend benötigte Datenschnittstelle enthalten, durch die auf die benötigten Daten zugegriffen werden kann. Zudem sollten Speisepläne der Mensen sowie weitere Inhalte aus anderen universitären Systemen wie beispielsweise dem Informationssystem der Universität zu Lübeck (UnivIS) in das neue Administrationssystem migriert werden.

Entwicklung einer prototypischen Netzleitsystem-Testumgebung: EnergyLab:grid

Ziel des Projektes war es, eine prototypische Netzleitsystem-Testumgebung für das Mittelspannungsnetz zu entwickeln. Mit dem EnergyLab:grid, welches als Web-Anwendung realisiert wurde, ist es möglich, Netzsituationen anhand von vorher definierten Szenarien realitätsnah zu simulieren und wahrnehmungspsychologische Effekte zu testen. Um den Anforderungen einer Testumgebung gerecht zu werden, können die Farbdarstellungen von Kraftwerken, Umspannwerken und Ortsnetzstationen individuell vom Versuchsleiter angepasst werden. Zusätzlich wurde ein Tutorial entwickelt, welches den Einstieg in das System für Erstanwender erleichtern soll. 

Konzeption und Erstellung einer Website zur Messung der Technikaffinität in der Interaktion

Technikaffinität ist ein entscheidender Faktor bei der Evaluation technischer Systeme und bei der Einschätzung, ob und wie viel Hilfestellung Nutzer während der Nutzung solcher Systeme benötigen. Die Selbsteinschätzung vieler Personen bezüglich ihrer Technikaffinität ist jedoch nur selten gut untereinander vergleichbar. Das Hauptziel dieses Projektes war deshalb, die bereits existierende Skala “Affinity for Techno- logy-Interaction” (“Affinität für Technik-Interaktion”) online zur Verfügung zu stellen und mit verschiedenen Features auch die Entwickler der Skala zu unterstützen. Durch die Bereitstellung im Internet sollten auch Menschen, die nicht an psychologischer Forschung interessiert sind, aber in ihrer Forschung Versuche durchführen, in denen die Technikaffinität der Probanden das Ergebnis beeinflusst, einfachen Zugriff auf ein Werkzeug zur Feststellung ihrer Technikaffinität bekommen.


Entwicklung eines webbasierten Videoschnitt- und Animationsmoduls

In diesem Bachelorprojekt wurde ein webbasiertes Video und Animationsmodul entwickelt und evaluiert. Mit der Webanwendung ist es möglich, Videos und Bilderreihen zu erzeugen und zu bearbeiten. Außerdem bietet es die Möglichkeit, die Audiospur zu schneiden und Videos nachzuvertonen. Das Tool kann über das ALS-Portal genutzt werden. Die fertigen Videos können entweder heruntergeladen oder direkt in anderen ALS-Anwendungen genutzt werden. Durch die Webanwendung entfällt die Anschaffung und Installation kommerzieller Produkte sowie die Einarbeitung in die vergleichsweise hohe Komplexität der Programme.

Evaluation von Indoor-Positionierungssystemen zur Integration in die interaktive Musikinstallation „Doppler“

„Doppler“ ist eine interaktive Musik- und Performance-Installation, die es einer Gruppe von Schülern*innen, Studierenden oder Pädagogen*innen ermöglicht, innerhalb einer definierten Bühne mit den Bewegungen des Körpers, Musik zu steuern (Winkler et. al, 2017). Um dies zu realisieren wird ein Indoor-Trackingsystem benötigt, dass die erforderliche Genauigkeit erzielt. In dieser Arbeit wurden zahlreiche verschiedene Möglichkeiten der Indoor-Lokalisation betrachtet, darauf aufbauende Systeme analysiert und hinsichtlich der Einsetzbarkeit in „Doppler“ evaluiert. 

Entwicklung einer Eye-Tracking Steuerung als Ersatz der Maus-Steuerung am Beispiel eines Computerspiels

In dieser Arbeit sollte eine Augensteuerung für die Bedienung eines Computer-Systems gestaltet werden, unter der Projektbezeichnung „eye Mouse Interaction Solution - eyeMIS“. Ziel dieser Arbeit war es, herauszufinden, ob mit den Augen genauso gut gesteuert werden kann wie mit der Maus. Dazu sollte eine Anwendung zur Steuerung der Mauscursor-Position mittels Eye-Tracking entwickelt werden. Darauf aufbauend wurde der Nutzungskontext durch ein Computerspiel gebildet, um so nicht auf spezielle Nutzergruppen, wie Piloten oder körperlich eingeschränkte Personen, limitiert zu sein. Somit sollte das System anhand eines breiteren Feldes von Nutzern evaluiert werden können. 


Wintersemester 2016/2017


Infogrid Light

Mit InfoGrid lassen sich Medien an spezifischen Orten im Innen- wie auch Außenraum hinterlegen und mit einem Smartphone, Tablet oder Google Glass abrufen. Auf diese Weise wird vor Ort physisch Erlebbares mit zusätzlichen Informationen in Form von Text, Bild, Ton, Video und 3D-Objekten zur ergänzenden Wahrnehmung und Deutung von Artefakten angereichert.

InfoGrid wurde in mehreren Qualifizierungsarbeiten für Android, iOS und Google Glass prototypisch entwickelt. In dieser Arbeit wurde die App InfoGridLight weiterentwickelt.  Hierzu gehörte unter anderem die Gestaltung und Entwicklung des Login-Bereichs, die Offline-Nutzung der App und die Anreicherung von Videos, 3D-Figuren, Bildern und Audio-Inhalten.


Studiengangslogo

In diesem Projekt wurde eine dreidimensionale Version des Studiengangslogos erstellt, die möglichst gut zu der aktuell vorliegenden, von Plakaten und Flyern bekannten zweidimensionalen Version passt.Anschließend wurde das dreidimensionale Logo genutzt, um neues Informations- und Werbematerial für den Studiengang, insbesondere mit animierten oder videobasierten Inhalte, zu erstellen. 


Workshop-Wuzzle

Ein zentraler Aspekt bei dem User-Centered-Design-Ansatz ist die Einbindung von realen Nutzern in den Gestaltungsprozess von Software. Im Laufe des Studiums werden Studierende der Medieninformatik aus diesem Grund oftmals mit der Planung und Durchführung von Workshops konfrontiert und fühlen sich im ersten Moment im Methodendschungel verloren oder wissen nicht wie der Planungsprozess eines erfolgreichen Workshops aussehen könnte. Um diesem Problem entgegen zu wirken, sollten in der Literatur vorhandene Ansätze medial aufbereitet und in einen für Studierende sinnvollen Arbeitsprozess integriert werden.  

Dazu wurde in diesem Projekt ein Workshop-Organizer für den Universitätskontext konzipiert und prototypisch realisiert. Hierfür wurden Methoden und Planungsprozesse zielgruppengerecht dargestellt und Hilfestellung bei der Erstellung eines Workshops bis zur Durchführung gegeben. 


Evaluation und Verbesserung einer Beobachtungs‐App

Verhaltensbeobachtungen liefern wichtige Daten bei Evaluationen und in der wissenschaftlichen Forschung. Häufig werden Beobachtungen mit Papier und Stift durchgeführt, was insbesondere für eine genaue Zeiterfassung schwierig ist. Zwar existieren Beobachtungs-Apps, diese bleiben jedoch häufig hinter den technischen Möglichkeiten zurück.  Aus diesem Grund wurde in einem Masterprojekt im SS 2016 eine Beobachtungs-App entwickelt. Diese wies allerdings noch einige Bugs auf und wurde noch nicht ausgiebig in realistischen Einsatzszenarien evaluiert. Außerdem wies sie eine Reihe von möglichen Verbesserungspotenzialen auf. Aus diesem Grund wurden in dem Bachelorprojekt bestehende Bugs beseitigt, eine Evaluation zur Bestimmung zu Stärken und Schwächen durchgeführt und neue Funktionen implementiert. 


Evaluationsmethoden-Toolbox für die Medieninformatik

Ziel des Projektes war die Entwicklung einer Evaluationsmethoden-Toolbox für Medieninformatiker/innen. Evaluationen (ex-ante, formativ, summativ) sind wichtige Bestandteile der menschzentrierten Entwicklung, die Methoden hierfür korrekt anzuwenden stellt die Studierenden (und vermutlich auch einige Praktiker/innen) vor ziemliche Herausforderungen. Deshalb wurde in diesem Projekt eine Website entwickelt, die es Nutzer/innen erlaubt, eine passende Methode auszuwählen. Die Website bietet Studierenden die Möglichkeit, einen Überblick über relevanten Methoden zu bekommen und die wichtigsten Methoden zu identifizieren. 


Applikation zur Studiumsorganisation

Ziel des Projektes war die Entwicklung einer Applikation zur Studiumsorganisation für Medieninformatik-Studierende. Diese App soll Studierende eine bessere Übersicht und Kontrolle über den Verlauf des Studienganges geben, den Kontakt zwischen Studierenden fördern (auch über verschiedene Semester hinweg und insbesondere Tipps zu Lehrveranstaltungen und Stolpersteine betreffend) und das Feedback- bzw. den Kontakt zur Studiengangskoordination erleichtern.

Zunächst wurde die gegenwärtige Situation der MDI-Studierenden in den verschiedenen Semestern genauer betrachtet und relevante Studienhemmnisse beziehungsweise Faktoren, die das Studium fördern/erleichtern können, bestimmt. Aufbauend auf den erlangten Erkenntnissen wurde eine Applikation konzipiert und realisiert, die die Studierenden sinnvoll bei der Organisation ihres Studiums unterstützt. Abschließend wurde die realisierte Applikation summativ evaluiert.