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Samstag, 30.05.2015

Gleichstellung

Gender und Vielfalt in der Lehre

Integratives Gendering: Didaktische, methodische und inhaltliche Gender-Diversityorientierung in der Lehre (Grafik: Jansen-Schulz)

Aufnahme der Lübecker Weiterbildung als Modellbeispiel der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Instrumentenkasten „Gleichstellung in der Wissenschaft“

Sensibilisierung und Wissenstransfer in der Wissenschaftskultur: Wie kann die Vielfalt der Studierenden in der Lehre oder die Vielfalt der hochschulisch Tätigen im jeweiligen Aufgabenfeld berücksichtigt werden? Zu dieser Fragestellung bietet das Dozierenden-Service-Center der Universität zweimal im Jahr den zweitägigen Kurs „Gender und Vielfalt in der Lehre“ an. Er richtet sich an Forschende und Lehrende der Universität. Gemeinsam erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die theoretischen Inhalte von Gender-Diversity und Vielfalt sowie mögliche didaktische und methodische Angebote und Handlungskonzepte. Im Einzelcoaching wird die Integration von Gender- und Vielfaltsaspekten anhand individueller Lehr- und Aufgabenkonzepte eingeübt.

Die nächsten Termine sind am 23. und 24. September 2015. Die Anmeldung erfolgt online über https://moodle.iwb.uni-luebeck.de/login/index.php. Zuletzt fand der Kurs am 2. und 3. März 2015 statt. Die Moderation hatte Dipl.-Kauffr. Sandra Heuchert von der Leuphana Universität Lüneburg.

Die Berücksichtigung der kulturellen Vielfalt in der Hochschule ermöglicht bessere Arbeitsbedingungen und effektive Aufgabenerledigung und trägt zur internationalen und transkulturellen Hochschulentwicklung bei. Vielfalt in der Lehre bedeutet bei der Planung und in der Durchführung von Lehrveranstaltungen die Berücksichtigung  der Unterschiede von Lerntypen, Lernpräferenzen Lernerfahrungen der Studierenden, Geschlecht, sozialer und kultureller Herkunft, Erfahrungen, Interessen und Kompetenzen der Studierenden. Ziel ist eine individuelle Förderung des Lernens. Die Berücksichtigung dieser studentischen Vielfalt setzt auch eine Vielfalt an Methoden voraus.  Vielfaltsorientierung im hochschulischen Aufgabenfeld bedeutet die Berücksichtigung von unterschiedlichen Kulturen in der Aufgabenbearbeitung, der inhaltlichen Ausrichtung, der Kommunikation und den Arbeitsstrukturen.

Durch das Weiterbildungsangebot „Gender und Vielfalt in der Lehre“ lernen die Lehrenden, die Kriterien und die Notwendigkeit der Berücksichtigung von Gender- und Vielfaltsaspekten in ihrer eigenen Lehre besser zu erkennen. Sie werden für eine differenzierte Wahrnehmung ihrer Studierenden sensibilisiert und befähigt, darauf didaktisch und methodisch adäquat einzugehen. Im Coaching und in der schriftlichen Hausarbeit entwickeln sie Ideen und eine didaktische Haltung zu Gender-Diversity für ihre individuelle Lehrpersönlichkeit und ihre eigene Lehre.

Der Lübecker Kurs „Gender und Vielfalt in der Lehre“ ist seit neuestem auch als Modellbeispiel im Instrumentenkasten „Gleichstellung in der Wissenschaft“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu finden. Der Instrumentenkasten bietet Beispiele aus der Praxis für die Praxis zu den forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG. Er ist ein frei zugängliches Online-Informationssystem, das einen exemplarischen Überblick über die mögliche Bandbreite an Gleichstellungsmaßnahmen in Forschung und Lehre gibt. Die Praxisbeispiele werden in einem qualitätsgesicherten Verfahren ausgewählt, um eine modellhafte und thematisch breit gefächerte Auswahl zu gewährleisten.

  • Alle Informationen zum Lübecker Kurs: Gender und Vielfalt in der Lehre