Mit an Bord des schwimmenden Science Centers: Die Universität zu Lübeck mit einem Exponat zur Medizin der Zukunft
Die MS Wissenschaft beginnt ihre Tour von Berlin aus, fährt dann zunächst erstmals nach Polen und danach durch Deutschland und Österreich. Zum Thema des Wissenschaftsjahres 2026, „Medizin der Zukunft“, ist die Universität Lübeck an der interaktiven Ausstellung mit ihrer Präsentation "AutoSAFE - Der doppelt schlaue Frakturnachweis bei Kindern per Ultraschall und Künstlicher Intelligenz“ beteiligt. Das Lübecker Exponat zeigt die Ergebnisse eines Projekts des Instituts für Medizinische Informatik und der Klinik für Kinderchirurgie zusammen mit dem Potsdamer Sonographie-StartUp ThinkSono (siehe ausführlicher Bericht im Newsletter Februar 2026).
Auf der MS Wissenschaft zeigen Forscherinnen und Forscher, wie sie mit ihren Ideen und ihrer Arbeit schon heute die Medizin von morgen gestalten. Die Ausstellung nimmt die medizinische Forschung auf drei Ebenen unter die Lupe: von den kleinsten Vorgängen in den Zellen über das Zusammenspiel von Körper, Psyche und neuen Technologien bis zu äußeren Einflüssen von Gesellschaft und Umwelt, die unser Leben prägen. Welche Krebstherapie schont unsere gesunden Zellen? Wie können wir Gesundheitsdaten nutzen, um jeden Menschen individuell zu behandeln? Und wie sieht eine Medizin aus, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern stärker berücksichtigt?
An rund 30 Exponaten können Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden. Sie können zum Beispiel Medikamente an einem künstlichen Organ testen, ihren Herzschlag mit einer Kamera messen oder virtuell in den Operationssaal der Zukunft eintauchen. An drei Stationen lassen sich neueste Forschungsmethoden zu Krankheiten wie Demenz, Diabetes oder Endometriose erkunden.
Exponate direkt aus der Forschung für den Dialog mit der Wissenschaft
Der Besuch der Ausstellung wird ab zwölf Jahren empfohlen. Ergänzend gibt es ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm sowie zahlreiche Workshops für Schulklassen. Der Eintritt ist frei.
Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft tourt seit 2002 jährlich durch Deutschland. Wissenschaft im Dialog (WiD) realisiert die Ausstellung mit Unterstützung der hinter WiD stehenden Wissenschaftsorganisationen und im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Die Exponate kommen direkt aus der Forschung und werden unter anderem entwickelt und zur Verfügung gestellt von Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und DFG-geförderten Projekten, Hochschulen sowie weiteren Partnern.

Wissenschaftsjahr 2026 zur Medizin der Zukunft (Logo: BMFTR)

Projekt „AutoSAFE“ der Universität zu Lübeck zur Diagnostik von Unterarmfrakturen bei Kindern und Jugendlichen mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (Foto: IMI und UKSH)

Das Team des Projekts AutoSAFE: Christoph Großbröhmer, M.Sc., Dr. Beke Sophie Larsen, Sven Mischkewitz von ThinkSono, Prof. Dr. Mattias Heinrich und Dr. Ludger Tüshaus (v.l.n.r.; Foto: Tüshaus)

Die Stationen der MS Wissenschaft 2026 (Screenshot ms-wissenschaft.de/besuch/tour)
für die Ukraine