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Donnerstag, 02.06.2011

Universität

An der Universität zu Lübeck besteht eine nachhaltige, familienbewusste Kultur

Erfolgreiche Re-Auditierung des Zertifikats „Familiengerechte Hochschule“

Die Universität zu Lübeck verstetigt und konsolidiert die seit 2008 erfolgreich betriebene Qualifizierung als „Familiengerechte Hochschule“. Dies wurde mit der Verleihung des Zertifikats für die Überprüfung und Fortschreibung der Zielvereinbarungen (Re-Auditierung) offiziell bestätigt. Dr. Oliver Grundei, der Kanzler der Universität, nahm die Urkunde vom Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Peter Hintze, am 25. Mai 2011 in Berlin entgegen.

Für die Jahre 2011 bis 2014 wird die Universität zu Lübeck ihre strategischen Zielsetzungen für die Familiengerechtigkeit konsequent weiterverfolgen:

  • Steigerung des Anteils von Frauen im akademischen Mittelbau und in Führungspositionen
  • Verbesserung der Lebensqualität durch die Vereinbarkeit von Studium / Beruf und Familie bei gleich bleibendem Leistungsstandard
  • Profilierung der Hochschule
  • Verbesserung der Personal- und Studierendenrekrutierung durch gute Rahmenbedingungen

Mit der Re-Auditierung sichert die Universität das erreichte Niveau und baut es an einigen Stellen passgenau aus. Gleichzeitig setzt sie auch neue Akzente und greift Themen wie Pflege von Angehörigen auf, die bislang nicht im Fokus standen.

Das Zertifikat „Familiengerechte Hochschule“ wird von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der 1998 gegründeten berufundfamilie gGmbH als anerkanntes Qualitätssiegel familienbewusster Personalpolitik nach einem anspruchsvollen Selbstverpflichtungs- und Evaluierungsverfahren verliehen. Etwa 1.000 Arbeitgeber sind mittlerweile zertifiziert worden. Hochschulen, die nach Abschluss der Re-Auditierung das Zertifikat weiterführen dürfen, haben bewiesen, dass sie eine nachhaltige, familienbewusste Kultur umsetzen und leben.

Arbeitgeber, die die familienbewusste Personalpolitik als strategisches Instrument nutzen, stehen besser da als der Bundesdurchschnitt. Dies zeigt ein Vergleich der zertifizierten Unternehmen mit den bundesweiten Daten aus dem „Unternehmensmonitor 2010“. Danach bieten im Durchschnitt 2,4 Prozent der deutschen Arbeitgeber eine betriebliche Kinderbetreuung an. Unter den zertifizierten sind es 29 Prozent. 94 Prozent der auditierten Unternehmen bieten Programme an, die während der Elternzeit, den Kontakt zwischen Beschäftigten und Unternehmen aufrechterhalten und so den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern (27 Prozent im Bundesdurchschnitt). Zudem ist für nahezu 100 Prozent der auditierten Arbeitgeber Teilzeit selbstverständlich (80 Prozent im Bundesdurchschnitt). Weniger als ein Viertel der Unternehmen in Deutschland bieten Telearbeit an, unter den Zertifikatsträgern sind es fast zwei Drittel.

„Der demographische Wandel hat den deutschen Arbeitsmarkt längst erreicht“, sagte Staatssekretär Peter Hintze anlässlich der Zertifikatsverleihung in Berlin. Er führte weiter aus: „Zur Sicherung des Fachkräftebedarfs müssen wir jetzt die Weichen richtig stellen. Dann können Einkommen und Wohlstand weiter wachsen, auch wenn unsere Bevölkerungszahlen zurückgehen. Wir müssen mehr Menschen ermöglichen, aktiv am Erwerbsleben teilzunehmen. Eine familienbewusste Personalpolitik ist dafür eine wichtige Voraussetzung.“

Dr. Oliver Grundei (l.), Staatssekretär Peter Hintze