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Mittwoch, 27.03.2024

Universität

Zertifikat Vielfalt gestalten

Universität zu Lübeck erneut ausgezeichnet

Die Universität zu Lübeck (UzL) ist für ihren Einsatz für Vielfalt und gegen Diskriminierung erneut ausgezeichnet worden. Bereits 2019 wurde ihr für die erfolgreiche Durchlaufen des Audit-Verfahrens des Stifterverbandes für die die Deutsche Wissenschaft das Zertifikat „Vielfalt gestalten“ verliehen. Eine aktuell durchgeführte Re-Auditierung bestätigte nun: Das Zertifikat des Stifterverbandes ist für weitere drei Jahre gültig.

Die Ergebnisse des Peer Reviews, welches am 12. Januar 2024 online durchgeführt wurde, sind erfreulich. Sie zeigen, dass die Universität zu Lübeck die Impulse des initialen Audits angenommen und in ihre Hochschulentwicklung integriert hat. „Das Audit Vielfalt gestalten des Stifterverbands war mir ein persönliches Anliegen. Ich unterstütze die Bemühungen unserer Universität, ein Ort der Vielfalt zu sein und beständig an der Weiterentwicklung dieses Selbstverständnisses zu arbeiten. Der Selbstbericht, den unsere Mitarbeitenden gegeben haben, war beeindruckend. Ich gratuliere zu der bisher schon erfolgten Arbeit. Das Zertifikat ist in meinen Augen wohlverdient.“ freute sich die kommissarische Präsidentin der Universität zu Lübeck, Prof. Dr. Gabriele Gillessen-Kaesbach.

Die Initiative für Diversity Management an der Hochschule begann im Jahr 2016 mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt. Mit diesem Bekenntnis zu einer chancengerechten und diskriminierungsärmeren Universität hat sich die Universität zu Lübeck auch für den weiteren Aufbau des Diversitätsmanagements entschieden. Seit 2022 gibt es zudem eine strategische Grundlage für ihre gesamte Diversitätsarbeit durch die Einführung und Verabschiedung einer ganzheitlichen Diversitätsstrategie. Sie beruht auf den Prinzipien der Bildungsgerechtigkeit, Antidiskriminierung, Interprofessionalisierung, Partizipation und Qualitätssicherung.

In den kommenden Jahren sollen zudem kurz- bis mittelfristige Ziele, darunter eine barrierearme Digitalisierung, die Weiterentwicklung einer diversitätssensiblen Internationalisierungsstrategie sowie die Maßnahmen der Aktionspläne Inklusion und gegen Rassismus umgesetzt werden.

Die Zuständigkeit für die Bearbeitung des Diversitätsfeldes liegt im Referat Chancengleichheit und Familie, seit 2020 in der Abteilung Strategische Hochschulentwicklung angesiedelt, bei der Referentin für Diversität und Inklusion, Anna Luther, sowie der hauptamtlichen Gleichstellungs- und Diversitätsbeauftragten, Dr. Solveig Simowitsch. „Wir freuen uns über die positiven Rückmeldungen der Peers zu unserer Diversitätsstrategie. Die Anregungen der Re-Auditierung werden wir nutzen, um sie auch in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln. Die Stärkung unserer Antidiskriminierungsstelle sowie die Umsetzung der Maßnahmen aus unseren kürzlich verabschiedeten Aktionsplänen sind für die nächste Zeit prioritär.“ bewertet Anna Luther die positive Rückmeldung des Stifterverbands.

Das Diversity Management ist an der Universität zu Lübeck bereits strukturell verankert. Besonders die Verabschiedung der neu aufgelegten Diversitätsstrategie war ein wichtiger Schritt. Zu erwähnen sind zudem der von der DFG geförderte Sonderforschungsbereich „sexdiversity“, der die Determinanten, Bedeutungen und Implikationen von Geschlechtervielfalt untersucht, oder auch verschiedene Wahlfächer, die Diversitykompetenzen vermitteln. Zudem werden über die HRK-Initative „Vielfalt an deutschen Hochschulen“ aktuell Projekte im Themenfeld gefördert und umgesetzt. Relativ neu und progressiv ist der Aktionsplan gegen Rassismus, der 2023 verabschiedet wurde und für die nächsten fünf Jahre Maßnahmen zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus, wie beispielsweise Workshops oder andere Veranstaltungen, an der UzL vorsieht. Für die Zukunft sind weitere Vorhaben geplant, die nach dem Re-Audit umgesetzt werden sollen. Beispiele dafür sind die Identifikation von Optionen zur stärkeren Integration von Diversität in die Lehre bzw. Curricula und diversitätssensible Führungskräfteentwicklung. Beide sind wichtige Hebel, um Diversität strukturell an einer Hochschule tiefer zu verankern und zu berücksichtigen.