Studie der AG Arbeit und Gesundheit im Journal of Business and Psychology veröffentlicht
Fast jeder kennt das Gefühl: Morgens kommt man in Fahrt, mittags läuft es und abends ist die Luft raus. Ein Forschungsteam um Dr. Kirsten Handschuch wollte genauer wissen, wie sich die Energie im Laufe eines Arbeitstages verändert. Dafür befragten die Forschenden der AG Arbeit und Gesundheit am Institut für Psycholgie 106 Berufstätige zehn Tage lang viermal täglich zu ihrer Energie, ihrem Schlaf und ihrem Arbeitstag – insgesamt entstanden so mehr als 2.500 Momentaufnahmen des Tagesverlaufs.
Das Ergebnis: An anstrengenden Tagen, an denen die Beschäftigten gleichzeitig richtig in ihrer Arbeit aufgingen („Flow“), war ihr Energieniveau während des Tages sogar höher. Dafür fiel es am Abend umso stärker ab. Dieser steilere Abfall ist dabei nicht bloß die Rückkehr von einem höheren Niveau, sondern ein eigenes Muster: Ein anstrengender Tag zeigt sich weniger im Energieniveau während der Arbeit als vielmehr danach. Guter Schlaf wiederum wirkt sich vor allem auf den Start in den Tag aus: Er sorgt morgens für mehr Energie, verändert den weiteren Tagesverlauf aber kaum.
Wie Schlaf, Anstrengung und Flow den Energieverlauf über den Tag beeinflussen, zeigt die Studie aus der AG Arbeit und Gesundheit im Journal of Business and Psychology: https://doi.org/10.1007/s10869-026-10144-w