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Dienstag, 05.05.2026

Lehre

Wenn die Haut zerbrechlich wird

Salus aegroti suprema lex - Das Wohl des Kranken sei höchstes Gesetz (Foto: Rüdiger Labahn / Universität zu Lübeck)

Seltene genetische und autoimmunbedingte Ursachen - Antrittsvorlesung von Dr. Manuela Pigors am 19. Mai (17 Uhr s.t., Hörsaal AM 4)

Wenn die Haut zerbrechlich wird, zeigt sich ihre zentrale Bedeutung als mechanische und immunologische Schutzbarriere des Körpers besonders eindrücklich. Die Integrität dieser Barriere beruht auf einem hochkomplexen Zusammenspiel struktureller und regulatorischer Komponenten innerhalb der Epidermis sowie der dermoepidermalen Junktionszone. Zell-Matrix-Verbindungen, intraepidermale Zellkontakte und die differenzierte Organisation des Stratum corneum gewährleisten unter physiologischen Bedingungen Stabilität und Widerstandsfähigkeit.

Die Antrittsvorlesung erläutert, welche genetischen Veränderungen und immunologischen Mechanismen zur Destabilisierung der Haut führen und wie dieses fein abgestimmte System gestört wird, was in erhöhter Hautfragilität, Blasenbildung und chronischen Entzündungsprozessen resultiert. Gerade diese seltenen Krankheitsbilder bieten jedoch eine einzigartige Möglichkeit, grundlegende Mechanismen der epidermalen Adhäsion und Barrierefunktion besser zu verstehen. Sie eröffnen Einblicke in molekulare Schlüsselprozesse, die weit über die einzelnen Erkrankungen hinaus von Bedeutung sind.

  • Dr. rer. nat. Manuela Pigors schließt mit der Antrittsvorlesung ihre Habilitation an der Universität zu Lübeck im Fachgebiet Experimentelle Dermatologie ab.

Dr. Manuela Pigors (Foto: privat)