Kostenfreies Hautkrebsscreening für Mitarbeitende der Universität
Vorsorge scheitert im Alltag oft nicht am fehlenden Bewusstsein, sondern an mangelnder Zeit. Genau hier setzte das kostenfreie Hautkrebsscreening des Universitären Gesundheitsmanagements (UGM) der Universität zu Lübeck an: Unkompliziert und ohne lange Wege konnten Mitarbeitende die Untersuchung direkt am Campus wahrnehmen. Gemeinsam mit der Dermatologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und mit der Unterstützung der Techniker Krankenkasse wurden insgesamt 100 Screening-Termine am 19. und 20. Mai 2026 angeboten.
Dass ein solches Angebot auf großes Interesse stößt, zeigte sich schon im Vorfeld: Bereits vor der offiziellen Terminvergabe erreichten das UGM zahlreiche Anfragen. Die verfügbaren Plätze waren innerhalb weniger Stunden ausgebucht, zusätzlich wurde eine Warteliste geführt.
Vorsorge direkt am Arbeitsplatz
„Uns ist wichtig, Prävention dort anzubieten, wo Menschen einen großen Teil ihres Alltags verbringen. Mit dem Hautkrebsscreening wollen wir ein niedrigschwelliges Angebot schaffen und ein Zeichen dafür setzen, dass Gesundheit und Prävention bei uns an der Universität zu Lübeck einen hohen Stellenwert haben – frei nach dem Motto: vom Schreibtisch direkt zur Vorsorge“, erklärt Susen Köslich-Strumann vom UGM.
Die positive Resonanz bestätigt diesen Ansatz: „Die Rückmeldungen und die Stimmung vor Ort waren sehr positiv. Das zeigt uns, dass der Bedarf an niedrigschwelligen Präventionsangeboten im Arbeitsalltag sehr groß ist.“
Dass das Konzept funktioniert, bestätigt auch Renke Bäumer. Er nutzte das Angebot bereits zum dritten Mal: „Ich halte das Hautkrebsscreening für ein sehr gutes Instrument, um Risiken frühzeitig zu erkennen und Sicherheit zu bekommen. Durch das Angebot des Universitären Gesundheitsmanagements ist der Zugang deutlich einfacher. Der Aufwand ist gering, der Nutzen dafür sehr hoch.“
Hautkrebs früh erkennen
Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen weltweit. Grundsätzlich kann jede und jeder unabhängig vom Alter betroffen sein. Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere bei häufiger oder intensiver UV-Belastung, etwa durch Sonnenbrände oder regelmäßige starke Sonneneinstrahlung.
„Es gibt verschiedene Formen von Hautkrebs. Am häufigsten sind epitheliale Hauttumore, umgangssprachlich heller Hautkrebs, aber auch melanozytäre Hauttumore wie das Melanom, also schwarzer Hautkrebs“, erklärt Dr. med. Miriam Mengoni, Oberärztin der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie am UKSH und Leitung des Hauttumorzentrums.
„Bei frühzeitiger Erkennung sind die meisten Formen von Hautkrebs gut behandelbar und haben eine recht gute Prognose.“ Jedoch kann in fortgeschrittenen Stadien Hautkrebs auch lebensbedrohlich werden. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr rund 3.000 Menschen an Hautkrebs, insbesondere an fortgeschrittenen Melanomen.
Warum Hautkrebsscreening so wichtig ist
Das Hautkrebsscreening ist eine einfache und sehr wirksame Vorsorgeuntersuchung, um Hautkrebs bereits in frühen Stadien erkennen zu können. Dabei wird die gesamte Haut systematisch untersucht – auch an Stellen, die man selbst nur schwer einsehen kann, etwa am Rücken, auf der Kopfhaut oder zwischen den Zehen. Gerade darin liegt ein entscheidender Vorteil: Hautveränderungen bleiben häufig lange unbemerkt oder lassen sich ohne medizinische Erfahrung schwer einordnen.
„Hierbei gilt: Je früher Hautkrebs erkannt wird, umso wahrscheinlicher kann er durch die operative Entfernung geheilt werden. Zusätzlich fällt die Operation in der Regel kleiner aus als in fortgeschrittenen Stadien“, sagt Dr. Mengoni.
Für gesetzlich Versicherte in Deutschland wird das Hautkrebsscreening aktuell ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre als Kassenleistung angeboten. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten bereits früher.
Für Menschen mit erhöhtem Risiko kann ein früheres oder häufigeres Screening sinnvoll sein. Dazu zählen beispielsweise Menschen mit vielen Muttermalen, familiärer Vorbelastung, häufigen Sonnenbränden in der Vergangenheit, regelmäßigen Solariumsbesuchen, bestimmten genetischen Erkrankungen, nach Organtransplantationen oder bei Einnahme bestimmter Medikamente. „In diesen Fällen empfehlen wir, dies mit dem Hautfacharzt direkt zu besprechen, um einen patientenindividuellen Screening-Plan festzulegen“, ergänzt Dr. Mengoni.
UV-Schutz im Alltag
Auch unabhängig vom Screening lässt sich viel für die eigene Hautgesundheit tun:
Weitere Informationen zum Universitären Gesundheitsmanagement: https://www.lust.uni-luebeck.de/home
für die Ukraine