Studie des Social Neuroscience Lab der Universität zu Lübeck
Forschende des Social Neuroscience Lab der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität zu Lübeck und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, haben gemeinsam mit Prof. Tobias Kube von der Universität Frankfurt untersucht, wie Menschen Rückmeldungen über ihre Leistungen verarbeiten und welche Rolle dabei die Ursachen spielen, die sie Erfolg oder Misserfolg zuschreiben.
Mithilfe computergestützter Modelle konnten sie zeigen: Wird eine Rückmeldung auf äußere Umstände zurückgeführt, beeinflusst sie das Selbstbild weniger stark als bei einer Zuschreibung auf die eigene Person. Zudem zeigte sich, dass Menschen, die unsicher mit sich selbst sind, gute Leistungen eher auf äußere Umstände zurückführen. Außerdem integrieren sie negative Rückmeldungen grundsätzlich stärker in ihr Selbstbild als positive.
Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse darüber, wie negative Selbstbilder entstehen und tragen potenziell dazu bei, psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen besser zu verstehen. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Communications Psychology erschienen.