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Freitag, 13.11.2020

Preise

Renate-Maaß-Preis 2020 geht an Dr. Malte Wöstmann

Dr. Malte Wöstmann

Hirnforschung: Wie sich die Bedeutung von Hinhören und Weghören bei Hörverlust im Alter verändert

Die Renate-Maaß-Stiftung vergibt in diesem Jahr den mit 3.000 Euro dotierten Preis für Hirnforschung an Dr. rer. nat. Malte Wöstmann (34) am Institut für Psychologie der Universität zu Lübeck.

Warum hören wir manchmal zu, ein anderes Mal weg? Ist Weghören genauso wichtig wie Zuhören? Wie ändert sich die Bedeutung von Hinhören und Weghören bei Hörverlust im Alter?

Dr. Malte Wöstmann untersucht, wie im Gehirn unterschieden wird, welche akustischen Reize der Aufmerksamkeit und Konzentration bedürfen oder als unwichtig ausgeblendet werden. Er konnte zeigen, dass es sich beim Zuhören einerseits und beim Ignorieren von störenden Reizen andererseits um unabhängige Prozesse handelt, die in teilweise unterschiedlichen Netzwerken des Gehirns bearbeitet werden.

In seiner Forschung verbindet Dr. Wöstmann innovative Ansätze der Kognitiven Neurowissenschaften, der Umweltpsychologie (Lärmforschung), der Persönlichkeitspsychologie und der Audiologie. Beeindruckend ist die Überführung der Erkenntnisse aus der neurologischen Grundlagenforschung in die unmittelbare Anwendung, etwa in der Erforschung der am erfolgreichen Zuhören beteiligten Hirnmechanismen, welche bei der Entwicklung zukünftiger Hörgeräte helfen sollen.
Details zu seiner Forschung finden Sie hier: www.ipsy1.uni-luebeck.de/mitarbeiter/woestmann.html

Die Renate-Maaß-Stiftung vergibt den Preis für exzellente Leistungen auf dem Gebiet der Hirnforschung in Lübeck seit 2010.