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Sonntag, 03.05.2026

Lehre

Reduzierung der Interventionen in der Geburtshilfe, ohne die Qualität zu kompromittieren

Salus aegroti suprema lex - Das Wohl des Kranken sei höchstes Gesetz (Foto: Rüdiger Labahn / Universität zu Lübeck)

Antrittsvorlesung von Dr. Katrina Kraft am 30. Juni (15:30 Uhr, Audimax, Seminarraum S2)

Die alternde Bevölkerung, der Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und die steigenden Kosten für Medikamente und Behandlungen werden als Faktoren genannt, die zu steigenden Gesundheitskosten beitragen (Schmitt 2023). In der Geburtshilfe sind die Kosten aufgrund des steigenden Anteils von Risikoschwangerschaften gestiegen, darunter fortgeschrittenes Alter der Mutter, Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, die eine intensivere Überwachung erfordern, Mehrlingsschwangerschaften, Adipositas und Patientinnen mit einer Vorgeschichte von Kaiserschnitten.

Führen höhere Ausgaben für Geburtshilfe zu besseren Ergebnissen? Nach heutigem Kenntnisstand scheint die Antwort „nein“ zu lauten. Im Mittelpunkt der Antrittsvorlesung steht die Reduzierung von interventionellen Maßnahmen in der Geburtshilfe, ohne dabei die Sicherheit oder Gesundheit von Mutter oder Kind zu beeinträchtigen. 

  • Dr. med. Katrina Kraft schließt mit der Antrittsvorlesung ihre Habilitation an der Universität zu Lübeck im Fachgebiet Frauenheilkunde und Geburtshilfe ab.

Dr. Katrina Kraft (Foto: privat)