Prof. Stefan Borgwardt und PD Dr. Mihai Avram aus der Forschungsgruppe Translational Psychiatry ordnen in einem von der Nature-Redaktion eingeladenen News-&-Views-Beitrag aktuelle Forschungsergebnisse zur Wirkung des Psychedelikums Psilocybin ein.
Die Substanz macht die Hirnaktivität offenbar nicht einfach chaotischer, sondern reorganisiert sie so, dass sie stärker an die jeweilige äußere und innere Situation angepasst ist. Dies könnte dazu beitragen, die subjektiven Erfahrungen unter Psychedelika und möglicherweise auch länger anhaltende klinische Veränderungen, etwa bei Depressionen, besser zu verstehen. Die Ergebnisse liefern zudem neue Hinweise darauf, wie die unmittelbare psychedelische Erfahrung mit längerfristigen Veränderungen von Denken, Einstellungen und psychischem Erleben zusammenhängen könnte. Zugleich unterstreichen sie die Bedeutung der weltweiten Erforschung von „Set und Setting“ – also der individuellen Verfassung und der jeweiligen Umgebung – für die Wirkung von Psychedelika.
Der Beitrag ist online abrufbar:
Borgwardt, S., Avram, M., Psychedelics tune the brain to the environment. Nature (2026).
Zudem erscheint der Beitrag am 27. August in der Printausgabe von Nature und ist mit eigener DOI regulär zitierbar.