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Donnerstag, 02.07.2026

Forschung

Mit KI Störungen in Windenergieanlagen erkennen

Die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH) fördert das Projekt WindSenseAI, das mittels KI Ausfälle von Windenergieanlagen früher erkennen soll

Prof. Dr. Sebastian Otte vom Institut für Robotik und Kognitive Systeme an der Universität zu Lübeck erhält rund 94.000 Euro aus dem Landesförderfonds Energiewendeforschung der EKSH, um gemeinsam mit der bewind GmbH energieeffiziente KI-Methoden für die Anomalieerkennung in Windturbinen zu entwickeln. Das Projekt startet am 1. September 2026 und läuft zwölf Monate.

Windenergie ist eine tragende Säule der Energiewende in Schleswig-Holstein, doch ungeplante Stillstände mindern ihre Verfügbarkeit. Hier setzt das Projekt „WindSenseAI“ an. In der Arbeitsgruppe „Adaptive AI“ an der Universität zu Lübeck entwickeln Forschende Verfahren der Künstlichen Intelligenz, die sich an Prinzipien biologischer Informationsverarbeitung orientieren. Solche bioinspirierten KI-Ansätze sollen in den Sensordaten der Turbinen früh Auffälligkeiten identifizieren, um Ausfälle zu vermeiden und Wartungsprozesse effizienter zu machen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Effizienz der KI selbst: Arbeiten die Verfahren ressourcenschonend, wird auch bei der Datenauswertung nicht unnötig viel Energie verbraucht. Die Entwicklung erfolgt gemeinsam mit der bewind GmbH.

„Bioinspirierte KI allein wird das Klima natürlich nicht retten. Aber sie kann dazu beitragen, unsere Energieinfrastruktur effektiver und zuverlässiger zu machen, und bleibt dabei selbst ressourcenschonend“, sagt Sebastian Otte, Projektleiter von WindSenseAI.

WindSenseAI ist eines von acht Projekten der zweiten Runde des Landesförderfonds Energiewendeforschung (LEF), mit dem die EKSH insgesamt rund 747.000 Euro ausschüttet. Das Programm wird durch das Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein (MBWFK) finanziert und soll zur Klimaneutralität des Landes bis 2040 beitragen.

Symbolbild (erstellt von Sebastian Otte, bearbeitet mit KI)