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Freitag, 03.07.2026

Universität

Gemeinsame KI-Infrastruktur für die schleswig-holsteinischen Hochschulen

Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsselressource für Wissenschaft und Wettbewerbsfähigkeit (Symbolbild KI-generiert mit ChatGPT / Universität zu Lübeck)

Alle neun staatlichen Hochschulen des Landes haben sich auf die Nutzung der Academic Cloud und gemeinsamer Dienste verständigt

Dabei handelt es sich um Chat AI, Projects und CoCalc der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG). Die Entscheidung schafft zugleich Perspektiven, auf denen weitere digitale Dienste und hochschulübergreifende Kooperationen aufbauen können.

Damit erhalten Studierende, Lehrende, Forschende und Mitarbeitende in Technik und Verwaltung an den beteiligten Hochschulen Zugang zu einer gemeinsamen digitalen Arbeitsumgebung für die wissenschaftliche Zusammenarbeit, die Lehre und Forschung sowie für die Verwaltung. Mit der Nutzung der Academic Cloud verfügen die Hochschulen über eine gemeinsame datenschutzkonforme Umgebung für KI-Anwendungen auf einer europäischen und wissenschaftsnahen Infrastruktur. Zugleich entsteht eine gemeinsame Grundlage für digitale Zusammenarbeit innerhalb der Hochschulen und mit anderen Einrichtungen.

Umgesetzt wurde das Vorhaben von der ITSH-edu – Arbeitsgemeinschaft der IT-Verantwortlichen der Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Schleswig-Holstein unter der Leitung von Helge Illig, Leiter des IT-Service-Centers der Universität zu Lübeck, in Zusammenarbeit mit Dr. Veronika Penner, Chief Digital Officer der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Helge Illig betont: „Mit der Academic Cloud sowie den Diensten Chat AI, Projects und CoCalc der GWDG verfügen die teilnehmenden Hochschulen über eine gemeinsame datenschutzkonforme Infrastruktur für KI-Anwendungen auf europäischer und wissenschaftsnaher Basis.“

Datenschutzkonforme europäische und wissenschaftsnahe Infrastruktur

Gefördert wird das Vorhaben durch eine Anschubfinanzierung des Landes Schleswig-Holstein und umfasst die Dienste Chat AI, Projects und CoCalc. Die teilnehmenden Hochschulen können jedoch weitere Dienste auf eigene Kosten hinzubuchen.

Guido Wendt, Staatssekretär im Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur erklärt: „Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsselressource für Wissenschaft und Wettbewerbsfähigkeit. Unser Ziel ist ein verlässlicher Zugang zu KI für alle Hochschulen im Land. Mit der GWDG als zentralem Infrastruktur- und Servicepartner stärken wir ihre Handlungsfähigkeit und zugleich den Innovationsstandort Schleswig-Holstein. Das Land hat den Start dieses Verbundprojekts gezielt ermöglicht.“

Folgende Hochschulen nutzen die Dienste: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Europa-Universität Flensburg, Fachhochschule Westküste, HAW Kiel, Hochschule Flensburg, Musikhochschule Lübeck, Muthesius Kunsthochschule, Technische Hochschule Lübeck, Universität zu Lübeck.

Die Mitarbeitenden und Forschenden der Universität zu Lübeck finden genauere Infos zu den KI-Anwendungen im Intranet. Studierende erfahren mehr bei Moodle.

Helge Illig, Leiter des IT-Service-Centers der Universität zu Lübeck, leitet die Arbeitsgemeinschaft der IT-Verantwortlichen der Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Schleswig-Holstein (Foto: privat)

Staatssekretär Guido Wendt hebt hervor, dass das Land den Start dieses Verbundprojekts gezielt ermöglicht hat (Foto: Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein)