Inszenierung des Studierendentheaters Lübeck 2026 - Aufführungen am 10., 11., 14., 17. und 18. Juli (jeweils 20:30 Uhr, Altes Kesselhaus)
In „Die verlorene Ehre der Katharina Blum" von Margarethe von Trotta nach der Erzählung von Heinrich Böll zeigt sich die Macht von Desinformation über Einzelne auf Einzelne. Die tragische Geschichte der Protagonistin erzählt den Einzelfall, der keiner ist, weil die ganze Welt sie spannend findet, sich aber niemand für sie interessiert.
Als Katharina Blum am Morgen in ihrer Wohnung aufgesucht wird, ahnt sie nicht, wie drastisch sich ihre Welt in den nächsten Tagen verändern wird. Ihr wird vorgeworfen, einen Anarchisten versteckt zu halten. Daran ist die Polizei genauso interessiert wie die Zeitung. Sie beide verfolgen ein gemeinsames Interesse: Informationen. Der Unterschied liegt im Wahrheitsgehalt, oder etwa nicht?
Heinrich Bölls Novelle von 1974 ist eine Anklage – und sie braucht Gehör, damals wie heute.
10./11./14./17./18.7.2026 jeweils um 20:30 Uhr; Einlass ab 20 Uhr