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Samstag, 26.09.2026

Lehre

Die iatrogene cerebrale Amyloidangiopathie

Salus aegroti suprema lex - Das Wohl des Kranken sei höchstes Gesetz (Foto: Rüdiger Labahn / Universität zu Lübeck)

Einblicke und Ausblicke - Antrittsvorlesung von Priv.-Doz. Dr. Ulf Jensen-Kondering am 30. September (16:15 Uhr, UKSH, Raum Norderney 1)

Die cerebrale Amyloidangiopathie (CAA) ist eine häufige Erkrankung und die häufigste Ursache für eine Lobärblutung beim älteren Patienten. Ursächlich ist eine vermehrte Ablagerung von Amyloid, insbesondere von Amyloid Aβ40 in kleinsten kortikalen und leptomeningealen Gefäße.

In den allermeisten Fällen tritt die CAA sporadisch auf. 2015 wurde das erste Mal die iatrogene Übertragbarkeit von Amyloid mit Ausbildung einer CAA beschrieben, 2022 wurde der Begriff der iatrogenen CAA (iCAA) geprägt und Diagnosekriterien vorgeschlagen.

Eng verknüpft mit der Entstehung der iCAA ist die Verwendung von lyophilisierter Dura mater (Lyodura®), das in der Vergangenheit bereits mit der iatrogenen Creutzfeld-Jakob-Erkrankung in Verbindung gebracht worden ist. In der Vorlesung wird das Krankheitsbild der iCAA beleuchtet und unter anderem über den ersten deutschen Fall berichtet.  

  • Priv.-Doz. Dr. med. Ulf Robert Jensen-Kondering hält die Antrittsvorlesung im Rahmen seiner Umhabilitation an die Universität zu Lübeck im Fachgebiet Radiologie.  

Priv.-Doz. Dr. Ulf Jensen-Kondering (Foto: privat)