Das Institut für Neurogenetik der Universität zu Lübeck hat Fördermittel vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für die Tunesisch-Deutsche Forschungsallianz zur Parkinson-Krankheit (TUNGERA-PD) erhalten.
TUNGERA-PD ist eine Forschungspartnerschaft zwischen der Universität zu Lübeck und der Universität Tunis El Manar. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Joanne Trinh vom Institut für Neurogenetik der Universität zu Lübeck und Prof. Dr. Samia Ben Sassi vom Nationalen Institut Mongi Ben Hamida für Neurologie. Gemeinsam untersuchen die Forschenden genetische, umweltbezogene und lebensstilbezogene Faktoren, die mit der Parkinson-Krankheit in tunesischen Familien zusammenhängen. Damit trägt das Projekt dazu bei, nordafrikanische Bevölkerungsgruppen stärker in die internationale genetische Parkinson-Forschung einzubeziehen.
Entstanden ist das Projekt im Rahmen der Internationalisierungsstrategie der Universität zu Lübeck und wurde von Dr. Helena Dedecek Gertz entwickelt. Unterstützt wurde sie dabei von Sana Hrir, Doktorandin im Lübecker Bereich Integrative Omics Approaches in Parkinson’s Disease.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen gemeinsame Feldforschungen in Tunesien, Fortbildungen für Nachwuchswissenschaftler*innen und ein bilaterales Symposium. Darüber hinaus sollen mehrsprachige, frei zugängliche Forschungsressourcen entwickelt werden. Auf diese Weise wollen die Partnerinstitutionen ihre wissenschaftliche Expertise und Forschungsinfrastruktur in beiden Ländern stärken. Gleichzeitig schafft das Projekt die Grundlage für ein langfristiges deutsch-nordafrikanisches Forschungsnetzwerk und zukünftige gemeinsame Drittmittelanträge im Bereich der Parkinson-Genetik.
TUNGERA-PD wird im Rahmen des DAAD-Programms „Hochschuldialog mit der islamischen Welt“ gefördert, das vom Auswärtigen Amt finanziert wird.