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Mittwoch, 15.07.2026

Kurz-News

BALTIC-Studie: Methodische Expertise aus Lübeck

Foto: Christoph Westenberger

Prof. Dr. Inke König, Direktorin des Instituts für Medizinische Biometrie und Statistik (IMBS) an der Universität zu Lübeck, war als verantwortliche Biometrikerin an der BALTIC-Studie beteiligt.

Die bundesweite Studie mit knapp 10.000 Früh- und Neugeborenen zeigt, dass eine konsequente Händedesinfektion vor schweren Infektionen ebenso wirksam wie zusätzliche Schutzkleidung schützt. Die Ergebnisse der BALTIC-Studie wurden kürzlich in JAMA Network Open veröffentlicht.

Der Beitrag des IMBS lag in der biostatistischen Methodik der Studie. Die Untersuchung wurde mit einem anspruchsvollen Studiendesign durchgeführt: Statt einzelne Kinder wurden ganze Neonatologie-Stationen zufällig einer Versorgung mit oder ohne Schutzkittel zugeordnet (Cluster-Randomisierung). Im weiteren Studienverlauf erprobte jede Station beide Versorgungsstrategien in zufälliger Reihenfolge (Cross-over-Design). Mithilfe eines sogenannten Non-Inferiority-Ansatzes wurde statistisch nachgewiesen, dass zwischen den beiden Versorgungsstrategien hinsichtlich des Infektionsgeschehens kein relevanter Unterschied besteht.

Erstautorin der Studie ist Dr. Kirstin Barbara Faust vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck. Aus ihrer Sicht sprechen die Ergebnisse der BALTIC-Studie dafür, künftig stärker auf gezielte und wissenschaftlich belegte Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle zu setzen. Weitere Informationen zu den Studienergebnissen finden sich in der Pressemitteilung der Universität Würzburg.