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Donnerstag, 06.08.2026

Technologietransfer

Automatisierte Ultraschalldiagnostik mit Robotik

M.Sc. Georg Männel, Medizintechnik-Ingenieur am Institut für Robotik und Kognitive Systeme und Mitgründer von ARUS (links), stellt ARUS vor. Zu sehen sind (v. l. n. r.): Prof. Dr. Helge Braun, Präsident der Universität zu Lübeck, Prof. Dr. Floris Ernst, Leiter des Instituts für Robotik und Kognitive Systeme sowie Mentor im Forschungsprojekt ARUS, Prof. Dr. Moreen Heine, Vizepräsidentin für Transfer und Nachhaltigkeit der Universität zu Lübeck, M.Sc. Susann Kriebisch, Software- und KI-Ingenieurin am Institut für Robotik und Kognitive Systeme sowie Mitgründerin von ARUS, B.Sc. Leonhard Siegel, Masterstudent im Studiengang Robotik und Autonome Systeme. (Foto: Daniel Hoth / Uni Lübeck)

Mit dem Forschungsprojekt ARUS (Automatisiertes Robotisches Ultraschallsystem) entwickelt ein Forschungsteam des Instituts für Robotik und Kognitive Systeme der Universität zu Lübeck eine Robotik, um Ultraschalldaten standardisiert, reproduzierbar und automatisiert zu erfassen.

Im Mittelpunkt steht eine Technologie, die sich an der Körperform und Körperlage der untersuchten Person orientiert und damit die Grundlage für eine weitgehende Automatisierung von Ultraschalluntersuchungen schaffen soll.

Aus dem Forschungsprojekt soll das Unternehmen Tenrec Robotics hervorgehen.

Erste Schritt zur automatisierten Ultraschalldiagnostik: Was das System heute schon leistet

Ein Roboterarm positioniert die Ultraschallsonde adaptiv relativ zum Körper – unabhängig von Körperform und Körperlage. Gleichzeitig werden die Ultraschallbilder und die räumliche Lage der Sonde erfasst, sodass Ultraschalldaten standardisiert und reproduzierbar erfasst werden können. Die Untersuchung erfolgt unter menschlicher Aufsicht. Der aktuelle Fokus liegt auf unbewegten Organen. Damit realisiert das Projekt bereits das technische Grundprinzip „Proof of Principle“ (Machbarkeitsnachweis) und schafft die Grundlage für die schrittweise Weiterentwicklung zu einem Prototypen für den klinischen Einsatz.

Forschung mit Perspektive

Langfristig soll die Technologie den gesamten Ablauf einer Ultraschalluntersuchung unterstützen – von der automatisierten Positionierung der Ultraschallsonde über die Ultraschallroutine bis hin zur Anleitung der Patient*innen während der Untersuchung. Die Kerntechnologie der adaptiven und körperbezogenen Positionierung der Sonde ist grundsätzlich auf alle Ultraschalluntersuchungen am Körper übertragbar. Auf den standardisiert und reproduzierbar erfassten Daten sollen perspektivisch weitere klinische und KI-gestützte Anwendungen aufbauen.

ARUS wird im Rahmen des Programms EXIST-Forschungstransfer (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, kofinanziert durch die Europäische Union) gefördert.

V. l. n. r.: B.Sc. Leonhard Siegel, Masterstudent im Studiengang Robotik und Autonome Systeme, Prof. Dr. Floris Ernst, Leiter des Instituts für Robotik und Kognitive Systeme sowie Mentor im Forschungsprojekt ARUS, Prof. Dr. Helge Braun, Präsident der Universität zu Lübeck, M.Sc. Susann Kriebisch, Software- und KI-Ingenieurin am Institut für Robotik und Kognitive Systeme sowie Mitgründerin von ARUS, Dipl.-Inf. Ralf Bruder, Robotik-Ingenieur am Institut für Robotik und Kognitive Systeme und Mitgründer von ARUS, Prof. Dr. Moreen Heine, Vizepräsidentin für Transfer und Nachhaltigkeit der Universität zu Lübeck, M.Sc. Georg Männel, Medizintechnik-Ingenieur am Institut für Robotik und Kognitive Systeme und Mitgründer von ARUS. (Foto: Daniel Hoth / Uni Lübeck)