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Was hält Studierende gesund?

Mittwoch, 11.10.2017

Stress reduzieren, die eigene Gesundheit zum Lehrinhalt machen

Techniker Krankenkasse fördert neue Projekte der AG Studierendengesundheit der Universität zu Lübeck

Die Weiterentwicklung der individuellen Fähigkeit zur Stressbewältigung und ein achtsamer Umgang mit der eigenen Gesundheit sind für Medizinstudierende von großer Bedeutung. Nicht nur das Studium gilt als eines der anspruchsvollsten, auch der Arztberuf stellt die Absolventinnen und Absolventen vor besondere Herausforderungen.

Beeinträchtigungen von Gesundheit und Wohlbefinden sind für alle Menschen gleichermaßen belastend - im Fall von Ärztinnen und Ärzten gefährden sie zusätzlich die Qualität der Patientenversorgung. Zwei neue Projekte in diesem Rahmen sind an der Universität zu Lübeck im Bereich Studierendengesundheit dieses Jahr gestartet.

Stress im Studium reduzieren, die eigene Gesundheit zum Lehrinhalt machen

Im ersten Projekt wird die Wirksamkeit eines u.a. an der Klinik für Psychiatrie in Lübeck entwickelten Trainings zur Reduktion von Grübel- und Sorgenprozessen untersucht. Das Team der AG Studierendengesundheit geht dabei in Kooperation mit externen Experten und Prof. Dr. Ulrich Schweiger aus der Klinik für Psychiatrie der Frage nach, ob sich unnötiger studienbezogener Stress bei Medizinstudierenden durch ein solches Training reduzieren lässt. Ziel ist es, die „unbeschwerte“ Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden nachhaltig zu verbessern.

Im zweiten Projekt wird das Curriculum Medizin unter die Lupe genommen: Jede einzelne Lehrveranstaltung wird dahingehend untersucht, ob bereits jetzt Inhalte in Bezug auf die eigene Gesundheit vermittelt werden. Ziel ist es, ein längsschnittliches Curriculum zu diesem Thema zu entwickeln, für das bestehende Inhalte mit möglichst wenigen zusätzlichen Veranstaltungen ergänzt werden. Dies wurde im Lehrschwerpunkt Kommunikation bereits erfolgreich durchgeführt, das entsprechende Projekt dient als methodisches Vorbild. Leiter beider Projekte ist Dr. med. Thomas Kötter, Institut für Allgemeinmedizin und Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie. Die Ergebnisse sollen anschließend auch auf andere Studiengänge der Universität Lübeck übertragen werden.

Kooperation für ein bedarfsgerechtes Gesundheitsmanagement

„Die nun gestarteten Projekte zur Mitarbeiter- und Studierendengesundheit sind ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur ‚Gesunden Hochschule‘“, unterstreicht Dr. Kötter zum Projektstart. Ermöglicht werden sie durch eine jüngst vereinbarte Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (s. hierzu auch der Artikel „Auf dem Weg zur gesunden Hochschule – Aktive Mittagspause“ im Newsletter der Universität vom 15. Juli 2017).

Die Techniker Krankenkasse (TK) unterstützt seit fast 15 Jahren deutsche Hochschulen mit fundierter Prozessberatungs- und Organisationsentwicklungskompetenz beim Gesundheitsmanagement. Sie gibt Impulse und Anleitung, begleitet Konzeption und Umsetzung und leistet finanzielle Förderung auf dem Weg zur Implementierung eines bedarfsgerechten Gesundheitsmanagements. Sie ist Gründungsmitglied des Arbeitskreises gesundheitsfördernder Hochschulen und hat eine ausgewiesene Expertise sowohl im Bereich der Studierendengesundheit als auch im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Beteiligt an den Projekten der Universität zu Lübeck für die Gesunde Hochschule ist die Hochschulberaterin der TK in Lübeck, Annika Naber.

Projektleiter Dr. Thomas Kötter (Foto: René Kube)