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Aktuelles zum Studium

Lernen, wo Organspende Leben schenkt

Donnerstag, 18.12.2025

Bei einer Visite sind sowohl Ärzte als auch Studierende dabei (Foto: Frederike Lüth / Uni Lübeck)

Studierende sammeln Erfahrungen im Bereich Nierentransplantation

Seit dem Start der Lübecker Interprofessionellen Ausbildungsstation (LIPSTA) im Februar 2022 hat sich das gemeinsame Angebot der Universität zu Lübeck und des Universitätsklinikums Schleswig-Holsteins erweitert: Studierende der Humanmedizin sowie Pflegestudierende können seit November 2025 auch erstmals in der Abteilung für Nierentransplantationen praktische Erfahrungen sammeln. Vier Wochen lang erhalten sie Einblicke in die Abläufe und Herausforderungen dieses hochspezialisierten Bereichs. 

Kasia Sulistyo trägt einen blauen Kasack und steht im Flur der Station A.123T (Transplantation) im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Die Pflegestudierende ist im siebten Semester des dualen Bachelor-Studiums und lernt mit drei weiteren Studierenden des interprofessionellen Teams den Bereich der Nierentransplantation kennen. „Ich bekomme durch LIPSTA die Möglichkeit, selbstsicherer zu werden“, sagt Sulistyo. „Das Angebot bietet die Chance, den Übergang vom Studium zum Beruf besonders gut zu begleiten.“

Realistischer Eindruck

Auch Frederike Lüth, Koordinatorin der LIPSTA, betont diesen Ansatz: „Das ist eine wertvolle Möglichkeit, um selbstständiger und selbstbewusster bei der Interaktion mit Patienten und im interprofessionellen Team zu werden“. Die Studierenden bekämen einen realistischen Eindruck davon, was sie nach dem Studium erwarte und wie interprofessionelle Zusammenarbeit in der Praxis gelebt werden kann.  

Die LIPSTA wurde vor mehr als drei Jahren in der Klinik für Hämatologie und Onkologie etabliert und setzt nun seit November 2025 mit der Erweiterung im Bereich Nierentransplantation ihren Weg fort. Im Fokus stehen Teamarbeit, gemeinsame Entscheidungsfindungen (z. B. bei interprofessionellen Visiten) sowie eine kontinuierliche und kritische Reflexion der medizinischen Entscheidungen und der Zusammenarbeit im Team.

Eingespieltes Team

Wie anspruchsvoll die Arbeit in der Transplantationsmedizin ist und dass Leben und Tod im Rahmen von Organspenden sehr nah beieinander liegen, beschreibt PD Dr. Inge Derad, Oberärztin im Bereich Nephrologie und Transplantation. „Daher ist es besonders wichtig, ein eingespieltes Team zu haben und gut aufeinander zu achten“, sagt PD Dr. Derad. Pflegefachpersonen seien in diesem Bereich sehr bedeutsam und es kämen wichtige Impulse von ihnen in das interprofessionelle Team. 

„Ich versorge Nierentransplantierte oder Menschen, die kurz vor einer Nierentransplantation stehen“, sagt Pflegestudentin Kasia Sulistyo. Besonders beeindruckt habe sie das Verfahren der Immunadsorption, in welchem das Immunsystem eines Nierenempfängers für die Spenderniere mit einer fremden Blutgruppe vorbereitet wird. Hier werden schädigende Antikörper aus dem Blut herausgefiltert.

Ob Kasia Sulistyo sich vorstellen kann, nach dem Studium in diesem Bereich zu arbeiten? Das kann sie gerade noch nicht sagen, sie interessiere sich für so vieles, wie auch Intensivmedizin oder psychiatrische Pflege. Der Einblick sei sehr sinnvoll für sie gewesen – nun bleibt noch ein Semester Zeit, sich zu entscheiden, in welche Richtung ihr Weg nach dem Studium führen wird.

Pflegestudentin Kasia Sulistyo hat den Bereich Nierentransplantation kennengelernt (Foto: Elena Vogt / Uni Lübeck)


 

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