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Medizinische Informatik

Informatik für den Menschen

Moderne Techniken und Methoden zur computergestützten Informationsverarbeitung in der Medizin stehen im Fokus dieses neuen konsekutiven Bachelor- und Master-Studiengangs.
Neben den Grundlagen der Informatik, Medizin, Mathematik und Medizintechnik sind Studien-Schwerpunkte:

eHealth – Informationssysteme im Gesundheitswesen
Medizinische Bild- und Signalverarbeitung
Bioinformatik

eHealth – Informationssysteme im Gesundheitswesen

Die computergestützte Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Patientendaten spielt in Krankenhäusern und Arztpraxen eine zunehmend wichtige Rolle für die Patientenversorgung, das Management und die klinische Forschung.

Im Bereich eHealth lernen Sie, wie Patientendaten effizient in Informationssystemen verarbeitet und aus verschiedenen medizinischen Einrichtungen systematisch und sicher zu einer elektronischen Patientenakte zusammengeführt werden.

Medizinische Bild- und Signalverarbeitung

Im Bereich der Medizinischen Bild- und Signalverarbeitung werden praxisrelevante Techniken der medizinischen Bildgebung sowie neueste Methoden der  computergestützten Analyse und Visualisierung medizinischer Bilder und Biosignale vermittelt, die dem Arzt eine verbesserte Patientenbehandlung ermöglichen bzw. in Zukunft ermöglichen werden.

Bioinformatik

In der Bioinformatik werden Informatik-Methoden auf biologische, insbesondere genetische Daten angewendet,
die in der modernen Medizin immer wichtiger werden.

Zellbiologie und Genetik sowie Techniken der Informationsverarbeitung genetischer Daten lernen Sie in den einführenden Lehrveranstaltungen kennen, die bei besonderem Interesse in den Wahlpflichtveranstaltungen zur Bioinformatik vertieft werden können.

Berufsaussichten

Auf dem Arbeitsmarkt gibt es schon seit Jahren eine hohe Nachfrage nach Medizininformatikerinnen und Medizininformatikern.

Aufgrund der wachsenden Bedeutung der Informations-
technologie in der modernen Medizin ist zu erwarten, dass der Bedarf an hochqualifizierten IT-Fachkräften in IT-Firmen im Gesundheitswesen und in der Medizintechnik in Zukunft weiter steigen wird. 

Medizinische Informatik studieren

Das Studium kann jeweils zum Wintersemester aufgenommen werden. Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie hier:

 Fünf gute Gründe zum Studium der Medizinischen Informatik
 Die Berufsperspektiven unserer Absolventen
 Persönliche Beratung
 Bewerbung


Studiengang Medizinische Informatik

Veranstaltungen und Termine

Fri, 08-06-2012
Schnuppertag für Studieninteressierte 2012

Am 8. Juni können sich Abiturientinnen und Abiturienten hautnah in den Hörsälen und Forschungslabors informieren



News

Klausurplan SoS 2012

Klausurtermine für MIW



Termine von Schülermessen im Norden

Im Mai und Juni werden die Studiengänge der Universität auf den Schülermessen in...



Akkreditierung der „Medizinischen Informatik“

Am 30. September 2011 wurde der Bachelorstudiengang "Medizinische Informatik" durch die ASIIN...



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Studiengänge

Studium

Fulminanter Start der Medizinischen Informatik

55 Erstsemester zugelassen - Zentrales Brückenfach mit besten Perspektiven

Mit aus dem Stand 21 Studentinnen und 34 Studenten hat der zum Wintersemester 2011/12 erstmals angebotene Studiengang Medizinische Informatik an der Universität zu Lübeck alle Erwartungen übertroffen. Die Erstsemester wurden zum Vorlesungsbeginn am 17. Oktober vom Leiter und vom Koordinator des Studiengangs, Prof. Dr. Heinz Handels und Dr. Jan-Hinrich Wrage, offiziell begrüßt. Der Bachelor-Studiengang, an den sich ab 2014 ein Lübecker Master-Studium anschließt, bietet beste Berufsperspektiven.

Im Zentrum des neuen Studiengangs stehen moderne Techniken und Methoden zur computergestützten Informationsverarbeitung in der Medizin. Das Studienangebot richtet sich an Abiturientinnen und Abiturienten, die Spaß an interdisziplinären Aufgaben im Forschungsfeld zwischen Medizin und Informatik haben und die dazu beitragen möchten, die medizinische Versorgung und Patientenbehandlung in Zukunft weiter zu verbessern.

Auf dem Arbeitsmarkt gibt es schon seit Jahren eine hohe Nachfrage nach Medizininfor-matikerinnen und Medizininformatikern. Bei der wachsenden Bedeutung der Informationstechnologie in der modernen Medizin ist zu erwarten, dass der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften in IT-Firmen im Gesundheitswesen und in der Medizintechnik in Zukunft weiter steigen wird.

Das Studium der Medizinischen Informatik ist aufgrund der vielfältigen Einsatzgebiete und Anforderungen vielseitig und abwechslungsreich. Zudem kann durch die drei Wahlpflichtfächer bereits im Bachelor-Studium eine Vertiefung nach individuellen Interessen vorgenommen werden.

Die Medizinische Informatik ist das zentrale Brückenfach zwischen Medizin und Informatik mit starken Bezügen zur Bioinformatik und Medizintechnik. Durch die ausgewählte Kombination von Lehrveranstaltungen auf universitärem Niveau ist der Studiengang Medizinische Informatik an der Universität zu Lübeck mit der angebotenen thematischen Breite und Tiefe deutschlandweit einmalig. Die Universität bietet mit ihrem interdisziplinären, auf die Medizin ausgerichteten Profil eine ideale Umgebung, um Medizinische Informatik praxis- und forschungsorientiert in persönlicher Atmosphäre zu studieren.

Die Lehrangebote der Medizinischen Informatik gliedern sich in Lehrveranstaltungen zu den Themen eHealth, Medizinische Bild- und Signalverarbeitung, Bioinformatik sowie Grundlagen der Medizintechnik und der Medizinischen Statistik. Im Bereich der Informatik werden Kompetenzen in der Programmierung und Softwaretechnik und in den theoretischen und technischen Grundlagen erworben. Außerdem werden die für die medizinische Anwendung relevanten Bereiche Datenbanken, Computernetze und Bild- und Signalverarbeitung vorgestellt. Die mathematischen Lehrveranstaltungen vermitteln die Grundlagen für das Verständnis mathematisch anspruchsvoller Methoden in der Medizin.

Darauf aufbauend gibt es die folgenden Studienschwerpunkte:

  • Informationssysteme im Gesundheitswesen (eHealth) - computergestützte Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Patientendaten mit ihrer stetig zunehmenden Bedeutung in Krankenhäusern und Arztpraxen für die Patientenversorgung, das Management und die klinische Forschung
  • Medizinische Bild- und Signalverarbeitung – Vermittlung praxisrelevanter Techniken der medizinischen Bildgebung sowie neuester Methoden der computergestützten Analyse und Visualisierung medizinischer Bilder und Biosignale, die dem Arzt eine verbesserte Patientenbehandlung ermöglichen bzw. in Zukunft ermöglichen werden
  • Bioinformatik – Anwendung spezifischer Methoden der Informatik auf biologische, zellbiologische und insbesondere genetische Daten, die in der modernen Medizin immer wichtiger werden

Auf den sechssemestrigen Bachelor-Studiengang baut ein forschungsorientierter Master-Studiengang nahtlos auf, der im Wintersemester 2014/15 startet. Er bereitet auf die Tätigkeit in anwendungs-, lehr- und forschungsbezogenen Berufsfeldern vor und legt die Grundlage für eine Promotion.

Der Master-Studiengang Medizinische Informatik ist eine Fortentwicklung des bestehenden Master-Studienganges Informatik mit dem Anwendungsfach Medizinische Informatik, den die Universität Lübeck bereits seit vielen Jahren erfolgreich anbietet. Die fachspezifischen Anteile der Medizinischen Informatik sind im Pflichtbereich des neuen Studiengangs gegenüber dem bisherigen Informatik-Studiengang mit dem Anwendungsfach Medizinische Informatik mehr als verdoppelt. Projektpraktika nehmen einen höheren Stellenwert ein.

Der Bachelor-Studiengang Medizinische Informatik an der Universität zu Lübeck ist nicht zulassungsbeschränkt. Das Studium kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden. Leiter des Studiengangs ist Prof. Dr. Heinz Handels, der Direktor des Instituts für Medizinische Informatik der Universität zu Lübeck.

Nicht nur der neue Studiengang Medizinische Informatik ist an der Universität Lübeck zum gerade begonnenen Wintersemester hervorragend nachgefragt. Auch für das Bachelor-Studium Informatik weist die Erstsemesterzahl mit 162 Studierenden gegenüber 114 im Vorjahr eine sehr erhebliche Steigerung um 42,1 Prozent auf.


Studium

Virtual Reality Simulation von Punktionen

Ziel dieses Projektes ist, die Planung und das Training von Punktionen an virtuellen Patientenkörpern zu ermöglichen.

Zunächst werden hierzu aus dreidimensionalen medizinischen Bildfolgen (z.B. CT oder MRT-Bildfolgen) die punktionsrelevanten Organe und Strukturen segmentiert und anschließend patientenindividuelle 3D-Modelle generiert.

Die virtuelle Punktionsnadel wird bei der Simulation durch ein haptisches Kraftrückkopplungsgerät gesteuert. Hier spürt man wie bei einer realen Punktion einen leichten Widerstand (d.h. eine Kraft), wenn die Nadel die Haut durchdringt und Reibungskräfte, die durch das Gleiten der Nadel durch das Gewebe hervorgerufen wird. Zugleich sieht der Benutzer den virtuellen Körper mit der Nadel dreidimensional auf dem Bildschirm.

Durch die verwendete VR-Workstation werden (wie im 3D-Kino) Stereobilder des virtuellen Körpers und der Nadel erzeugt, die eine verbesserte Tiefenwahrnehmung ermöglichen. Der VR-Simulator soll zur verbesserten Planung komplizierter Punktionen sowie zum Training und Einüben von Punktionstechniken von Medizinstudenten/innen oder jungen Ärzten/innen genutzt werden.

In dem Forschungsprojekt wird aktuell daran gearbeitet, den Realitätsgrad der Simulation weiter zu erhöhen. So sollen sich die Weichgewebe demnächst während der Simulation in Echtzeit auch realistisch verformen, die Nadel soll elastisch verbogen werden können. Im Rahmen des Projektes wird prototypisch ein VR-Simulator realisiert, in dem die entwickelten Verfahren in Kooperation mit klinischen Kooperationspartnern exemplarisch eingesetzt und evaluiert werden. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.